14-Jähriger ist Verursacher: Drohung war nur "ein Scherz"
VON BIRGIT KRANZUSCH - zuletzt aktualisiert: 10.12.2007 - 09:38Die Ankündigung eines Amoklaufs am Goethe-Gymnasium hat heute Morgen einen Polizeieinsatz ausgelöst. Ein Schüler der Mittelstufe hatte einen entsprechenden Plan im Internet veröffentlicht. Der Schüler soll die Drohung aber wieder aus dem Netz genommen haben, nachdem andere Schüler davon erfahren und die Polizei alarmiert hätten. Die Schule wurde geschlossen, 970 Schüler des Gymnasiums wurden vorsorglich nach Hause geschickt.
Ein anonymer Anruf war bereits am Sonntag bei der Polizei eingegangen. Der Anrufer berichtete von der Amokdrohung, die im Netz kursierte. Aus diesem Grund erschienen am Montag schon vor Schulbeginn Polizisten an der Schule. "Es waren sehr vage Hinweise, wir haben die notwendigen Maßnahmen eingeleitet", sagte ein Sprecher der Polizei.
Während die Beamten die Schule durchsuchten, war die Schule geschlossen. Die Schüler standen draußen, ohne zu wissen, dass im Gebäude Polizisten nach Hinweisen für einen Amoklauf suchten. "Ich hatte den Schülern per Mikro mitgeteilt, dass die Schule aus Sicherheitsgründen ausfällt", sagt die Schulleiterin Renate Glenz. "Niemand hatte Angst, viele dachten wohl, die Heizung sei kaputt."
Die Durchsuchung des Gebäudes brachte aber keine Hinweise auf einen geplanten Amoklauf. Nach der Bewertung der Beamten habe zu keinem Zeitpunkt eine Gefährdung für die Schule bestanden.
Als Verursacher konnte jedoch schnell ein 14-jähriger Schüler ermittelt werden. Er war bereits auf dem Weg nach Hause, als er von der Polizei angesprochen wurde. Zusammen mit seinen Eltern wurde er mit zur Wache genommen und verhört. Und auch die Schulleitung hat mit dem 14-jährigen Schüler gesprochen. "Er hat die Drohung zugegeben und versichert, dass er diese nur aus Spaß veröffentlicht hat", so die Schulleiterin. Der Schüler selbst sei bisher nicht auffällig gewesen.
Dennoch wird die Drohung Konsequenzen für den 14-Jährigen haben. Die Polizei hat eine Strafanzeige wegen "Androhung von Straftaten zur Störung des öffentlichen Friedens" zur Prüfung der Staatsanwaltschaft vorgelegt. Wie die Schule mit dem Jugendlichen und seiner Drohung umgehen wird, soll auf einer internen Konferenz besprochen werden. Zunächst ist er für zwei Tage vom Unterricht suspendiert.
Die Schule bleibt am heutigen Montag geschlossen. Morgen soll der Unterricht am Goethe-Gymnasium wieder wie gewohnt stattfinden. "Wir werden in der ersten Stunde mit den Schülern sprechen und aufklären, was heute passiert ist und auch klar machen, dass eine Drohung kein Scherz ist", sagt Renate Glenz.
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