Verkaufsoffener Sonntag: Düsseldorf brummt
VON STEFAN KAUFMANN - zuletzt aktualisiert: 02.06.2008Düsseldorf (RPO). Das erste Messewochenende und der erste verkaufsoffene Sonntag füllten die Düsseldorfer Innenstadt – sehr zur Freude der Händler. Fußballfans kauften Fernsehgeräte und Messebesucher deutsche Markenwaren.
Fortunas Party auf dem Platz vor dem Rathaus fiel aus, doch Düsseldorfs Innenstadt war am Wochenende auch ohne rot-weiße Aufstiegsfeier proppenvoll. Zehntausende Messegäste, die erst durch die Hallen in Stockum und dann durch die Altstadt bummelten, dazu das gestrige Sommerwetter und der erste verkaufsoffene Sonntag des Jahres. Die Folge waren Auto-Schlangen vor den Parkhäusern in der Innenstadt, dichtes Gedränge auf den Straßen, gute Geschäfte für viele Händler und drei festgenommene Taschendiebe.
„Die Gastronomen sind glücklich und wir sind auch sehr zufrieden“, sagt Dirk Henckel, Geschäftsführer von Saturn, nach einem Rundgang durch das Kaufhaus „Sevens“ an der Königsallee. Zunächst hatte er vor allem Laufkundschaft gesichtet, doch nach einer gewissen Anlaufphase stimmten auch die Umsatzzahlen. Besonders die Fußball-Europameisterschaft, die am nächsten Wochenende beginnt, kommt Henckel gelegen. „Fernsehgeräte laufen zurzeit wirklich gut.“ Rund 80 Stück brachte Saturn in den fünf Verkaufsstunden am Sonntag an den Mann oder die Frau – überdurchschnittlich viel.
Carlstadt-Nacht
Motto: „Genießen und shoppen bis Mitternacht“ – damit hatte die Carlstadt am Samstag geworben. Beteiligung Nicht alle Geschäfte an der Hohe Straße und der Bastionstraße hatten tatsächlich bis 24 Uhr geöffnet.
Treffpunkt: Es tummelte sich vor allem vor der Bäckerei Hinkel im sonst relativ leeren Stadtviertel.
Die drupa-Gäste, die wegen ihrer großen und unförmigen Tragetaschen über der Schulter aus der Masse der Einkäufer herausragen, sorgten vor allem am Samstagnachmittag für zufriedene Händler-Mienen. „Die auswärtigen Gäste halten ganz gezielt Ausschau nach deutschen Markenprodukten“, sagt Günther Knie, Geschäftsführer des Kaufhof an der Kö. Das Sortiment im Haus sei deshalb auch darauf abgestimmt. Schneid- und Haushaltswaren wären besonders begehrt, aber auch Spezialitäten wie Killepitsch, Senf und Schinken ließen sich Kunden für die Heimreise einpacken. „An den Wochenenden gibt es stets eine Menge Betriebsausflüge auf die drupa“, erklärt Ian Hume, der Verkehrsexperte der Messe den Massenauflauf. Etwa 500 Busse steuerten am Samstag das Messegelände an.
Taschendiebe im Getümmel unterwegs
Freude bereiten die vollen Straßen und Messehallen aber nicht nur den Geschäftsleuten, sondern auch den Taschendieben, die in diesen Tagen Konjunktur haben. Noch am Freitagabend nahm die Polizei zwei Verdächtige, einen 37- und ein 39-jährigen Mann, an der Haltestelle „Stockumer Kirchstraße“ fest. „Polizeibeamten, die privat unterwegs waren, kamen die beiden verdächtig vor. Deshalb haben sie die Kollegen gerufen“, sagt Polizeisprecherin Susanna Deeken-Heusgen. Samstagnachmittag wurde ein weiterer Taschendieb in einer der Messehallen auf frischer Tat erwischt. „Die waren unauffällig elegant gekleidet, sind nicht mit den so genannten Klau-Kids zu vergleichen“, sagt Deeken-Heusgen.
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