Städteranking von 50 deutschen Großstädten: Düsseldorf fünfterfolgreichste Stadt
zuletzt aktualisiert: 11.05.2005 - 11:17Düsseldorf (dto). Zum zweiten Mal hat die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) gemeinsam mit der Zeitschrift WirtschaftsWoche die erfolgreichsten Städte Deutschlands gesucht. Düsseldorf landet dabei wie bei der ersten Studie auf Rang fünf aller 50 untersuchter Großstädte - hinter München, Frankfurt am Main, Stuttgart und Mainz. Laut der Studie legte keine Stadt bei den Investitionen stärker zu als Düsseldorf, das damit attraktivster Wirtschaftsstandort Nordrhein-Westfalens ist.
Die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft untersuchte die 50 einwohnerstärksten Städte Deutschlands nach 120 ökonomischen und strukturellen Indikatoren wie Produktivität, Bruttoeinkommen oder Investitionen. "Bei diesem Großstadtranking geht es uns nicht allein um die Platzierung, sondern um den Gedanken, dass fairer Wettbewerb und gesellschaftlicher Wohlstand eng miteinander zusammenhängen", beschreibt INSM-Geschäftsführer Tasso Enzweiler das Ziel der Studie. "Die Kommunen und Städte in Deutschland stehen in einem Kräftemessen um die besten Rahmenbedingungen für ihre Bürger und Unternehmen. Nur wer sich wirklich intensiv bemüht, kann heute dauerhaft im nationalen Standortwettbewerb bestehen und Pluspunkte sammeln", fasst Enzweiler die Leitidee des Städterankings zusammen.
Der Gesamtindex, der von Wissenschaftlern der IW Consult GmbH errechnet wurde, besteht dabei je zur Hälfte aus dem Bestands- und dem Dynamikranking. In das Bestands- oder Niveauranking fließen aktuelle Daten - zumeist aus dem Jahr 2004 - ein, darunter zum Beispiel Indikatoren wie Arbeitseinkommen, Bruttoinlandsprodukt, Arbeitslosenquote, aber auch die Zahl der Hochqualifizierten, Schulden und Investitionen je Einwohner.
Im Bestandsranking liegt Düsseldorf auf Rang fünf mit 65,5 von 100 möglichen Punkten. Die nordrhein-westfälische Metropole ist und bleibt nach ökonomischen Indikatoren damit die fünftattraktivste und fünfterfolgreichste deutsche Großstadt. Die meisten Punkte machte Düsseldorf dabei im Bereich Wohlstand, Arbeitsmarkt und Standort. Ein Bruttoinlandsprodukt je Einwohner von 64.102 Euro (Mittelwert aller Städte: 33.952) bedeutet für Düsseldorf Rang zwei.
Mit einem Arbeitseinkommen von 13.143 Euro (Mittelwert: 10.954) steht Düsseldorf auf Rang sechs. Bei den Gründungen erreicht die Rheinmetropole Rang drei: Die Anzahl der Unternehmensdgründungen je 10.000 Erwerbsfähiger beträgt hier 81, im Mittel aller Großstädte nur 52.
Die Schwächen Düsseldorfs liegen laut Studie bei den Straftaten (Rang 44 mit 15.196 je 100.000 Einwohner), Arbeitskosten (Platz 42) und bei der Altersbeschäftigtenquote.
Im Gegensatz zum Bestandsranking bewertet das Dynamikranking die Entwicklung der Indikatoren zwischen 1999 und 2004, woraus sich künftige Trends ableiten lassen. Hier schaffte es Freiburg auf das Siegertreppchen; die südbadische Metropole ist mit deutlichem Abstand die dynamischste Stadt Deutschlands. Düsseldorf ist hier nur Elfter, und das trotz der Stärke bei den Investitionen: Denn die legten in Düsseldorf so stark zu wie in keiner anderen Stadt. Hier toppt man sogar Städte wie München und Stuttgart. Zu den Stärken zählen auch das Sinken der öffentlichen Schulden je Einwohner uim 993 Euro. Düsseldorf liegt damit auf dem zweiten Platz. Positiv schneidet Düsseldorf auch bei der Entwicklung der Arbeitslosenquote ab. Sie sank von 1999 bis 2004 um 0,4 Prozent.
Schwächen sind aber die Produktivität (Bruttoinlandsprodukt je Erwerbstätigem), die stieg während der vergangenen fünf Jahre nur um 3,6 Prozent, was Platz 42 bedeutet. Der liegt deutlich unter dem Mittel aller untersuchten Städte (6,6 Prozent). Beim Pendlersaldo (Einpendler minus Auspendler) steht Düsseldorf auf Rang 38. Die Größe hat sich im selben Zeitraum um 0,5 Punkte verschlechtert, im Mittel alle Städte dagegen nur um 0,1.
Zur Verlierergruppe im Dynamikranking zählen neben den ostdeutschen Städten Halle, Rostock und Berlin auch Orte aus Westdeutschland wie Ludwigshafen, Lübeck, Gelsenkirchen und Bielefeld. Eine positive Ausnahme unter den ostdeutschen Städten bildet wiederum Dresden, das mit Rang 25 genau im Mittelfeld des Dynamikrankings liegt.
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