Drei Tage savoir vivre: Düsseldorf grüßt Frankreich
VON ANKE KRONEMEYER - zuletzt aktualisiert: 10.07.2009 - 10:20Düsseldorf (RPO). Drei Tage lang weht die Trikolore in der Landeshauptstadt: Von Freitag bis Sonntag findet das 9. Frankreich-Fest statt. Am Rheinufer verkaufen Händler französische Waren, am Samstag fahren schöne alte Autos bei der Oldtimer-Rallye durch die niederrheinische Landschaft. Ansonsten: Savoir vivre.
Es gibt Austern und Autos, Croissants, Bier und Brezeln, Crêpes und Champagner, Flammkuchen, Tee und Tarte und natürlich Wein. Dazu Drehorgelmusik und hoffentlich gutes Wetter: Drei Tage lang steht Düsseldorf im Zeichen der deutsch-französischen Freundschaft. Die Destination Düsseldorf lädt – gemeinsam mit vielen Partnern aus der Wirtschaft – zum neunten Mal zum Frankreich-Fest.
Das Fest hat unterschiedliche Schwerpunkte: Die Oldtimer-Rallye ist für die Organisatoren dabei einer der wichtigsten und logistisch aufwändigsten Programmpunkte. Die oft liebevoll geschmückten historischen Wagen treffen am Samstag um 9 Uhr auf dem Burgplatz ein, um 10 Uhr startet die Rundfahrt Richtung Niederrhein. Mit der Rückkehr wird gegen 16 Uhr gerechnet. Am Sonntag besuchen die Oldtimer das Meilenwerk an der Harffstraße, um 14 Uhr werden die schönsten Autos (und ihre Fahrer) auf dem Burgplatz ausgezeichnet.
Zweiter Schwerpunkt des Festes ist die Händler-Meile auf dem Burgplatz und am Rheinufer. Dort gibt es überbackene Champignons, Baguettes, Kaffee, elsässische Teigtaschen oder Absinth. Und weil Toulouse sich ganz speziell als eigenes Land bei diesem Fest präsentiert, gibt es in der "Villa de Toulouse" Cassoulet, foie gras und pâté, Veilchen-Bonbons und Weine aus der Region. 22 Händler präsentieren zudem ihre Waren am Rheinufer – acht mehr als im Vorjahr.
Mit Käse- und Wurstspezialitäten, Keksen aus der Bretagne, Cocktails aus Martinique, Ölen und Seifen und Brot von der Côte d'Azur wollen die Händler die Atmosphäre eines Wochenmarkts vermitteln.
Der Innenhof des Rathauses ist Dreh- und Angelpunkt der Fête nationale: Der französische Generalkonsul Gilles Thibault lädt gemeinsam mit der Stadt am Nachmittag zu einem Empfang. Er selbst feiert die drei Tage "mit gemischten Gefühlen", wie er gestern im Gespräch mit der Rheinischen Post sagte. Es ist sein viertes Frankreich-Fest – und sein letztes. Er wird wieder nach Paris versetzt. Ihm wird die Stadt fehlen – vor allem, weil er hier den von Heinrich Heine zitierten "französischen Geist" geliebt hat. Die offizielle Eröffnung des Festes ist um 18.15 Uhr. Dann erklingt Musik und werden die ersten Weine ausgeschenkt.
Zum ersten Mal werden während des Frankreich-Festes Weinproben angeboten. Sommèliere Christine Balais lädt in den "Goldenen Ring" zu jeweils 45-minütigen Seminaren ein.
Auch die Rheinische Post ist beim Fest vertreten: auf dem Burgplatz mit einem Doppeldeckerbus und einem Pavillonzelt. Dort ist eine Ausstellung mit Bildern von Oldtimern zu sehen und wird ein Publikumsquiz angeboten.
Am Rande des Festes gibt es Boule für jedermann, historische Kutschfahrten zu den Orten der französischen Geschichte in Düsseldorf, ein Kinder-Programm und Straßentheater.
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