Kita-Gebühren: Düsseldorf ist Vorbild
VON MATTHIAS ROSCHER - zuletzt aktualisiert: 17.08.2009 - 08:15Düsseldorf (RPO). Düsseldorf ist mit seinem Angebot gebührenfreier Plätze in den Kindertagesstätten anderen Kommunen weit voraus. Auf diese Feststellung konnten sich die Teilnehmer einer Podiumsdiskussion von Kolpingwerk und Katholikenrat rasch einigen. Gemeinsam waren sie auch der Ansicht, dass dies in der Familienpolitik "nicht das Ende des Weges" sein kann.
Entsprechend ihrer Parteiprogramme vertreten die Bundestagskandidaten Thomas Jarzombek (CDU), Karin Kortmann (SPD), Michael Dimitrov (FDP), Holger-Michael Arndt (Bündnis 90/Die Grünen) und Helmut Bonn (Die Linken) unterschiedliche Rezepte zur Stärkung der Familie.
Jarzombek tritt – wie Kortmann – dafür ein, dass Familien mit Kindern zur finanziellen Entlastung ein Betreuungsgeld gezahlt wird und auch Unternehmen "stärker in die Pflicht genommen werden, Teilzeitarbeit zu ermöglichen". Kortmann plädiert für eine stärkere Verknüpfung von Sozial-, Arbeits- und Wirtschaftspolitik zur Stützung einkommensschwacher Familien. Es gehe dabei auch um die weitere Einrichtung von Betriebskindergärten und die Anpassung der Kita-Öffnungszeiten an die Bedürfnisse von Alleinerziehenden.
Dimitrov ist für einen Steuerfreibetrag für Erwachsene mit Kind von 8000 Euro. Arndt verlangt "strukturelle Veränderungen", damit Eltern entscheiden können, wie lange sie für die Kindererziehung zuhause bleiben können. Bonn beklagt, dass die Kindererziehung keinen angemessen Stellenwert in Wirtschaft und Gesellschaft habe. Möglichkeiten des Teilzeitgesetzes würden in kleinen Betrieben nicht durchgesetzt. Im wesentlichen Übereinstimmung zu einem Punkt der Altersvorsorge: Die gesetzliche Rente sollte sich in der Höhe nach der tatsächlichen Dauer der Erwerbstätigkeit richten.
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