Ausbau der Schienenstrecken: Düsseldorf kämpft für bessere Bahnverbindung
zuletzt aktualisiert: 10.02.2012 - 10:51Düsseldorf (RP). Verkehrsdezernent Stephan Keller hat am Donnerstag, 9. Februar, zusammen mit Amtskollegen aus Venlo und vom Niederrhein bei Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer für den Ausbau der Schienenstrecke von Düsseldorf nach Den Haag geworben.
Im Berliner Bundestag überreichten sie ein gemeinsames Schreiben der Oberbürgermeister und Bürgermeister der beteiligten Städte. Ziel ist eine direkte Schnellverbindung von der Landeshauptstadt Düsseldorf über Mönchengladbach und Venlo nach Eindhoven und weiter über Rotterdam zum niederländischen Regierungssitz Den Haag.
Diese wichtige transnationale Verbindungsachse fehlt der wirtschaftlich starken und aufsteigenden Region Düsseldorf/Mittlerer Niederrhein/Limburg-Nord/Nordbrabant. Die Bahnverbindung soll die gewachsenen engen Verbindungen, die nicht nur auf wirtschaftlicher, sondern auch auf kultureller und wissenschaftlicher Ebene bestehen, weiter stärken. Durch die Teilhabe an dem EU-Förderprojekt Rock (Regions of Connecting Knowledge) ziehen dabei niederländische und deutsche Städte erstmals an einem Strang.
Die bestehende Schienenverbindung ist lückenhaft und bedarf eines Ausbaus, um die schnell wachsende Verkehrsnachfrage im Personen- und Güterverkehr abdecken zu können. Das Ziel einer leistungsfähigen und umsteigefreien Schnellzug-Direktverbindung kann nur in Etappen erreicht werden. Eine Grundvoraussetzung ist die durchgehende Zweigleisigkeit der Strecke. Dazu muss die mit zwölf Kilometer Länge vergleichsweise kurze eingleisige Lücke auf dem Streckenabschnitt Kaldenkirchen-Dülken geschlossen werden. Wenn die Finanzierung durch den Bund sichergestellt werden kann, ließe sich die Baumaßnahme innerhalb von drei bis vier Jahren umsetzen.
Um den Planungsprozess zu beschleunigen, hat die Region beschlossen, als Vorleistung eine Nutzen-Kosten-Untersuchung zu beauftragen. Die Ergebnisse sollen Mitte des Jahres vorliegen und als Argumentationsgrundlage genommen werden, um das Projekt beim Bundesschienenwegeplan anzumelden.
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