Welthungerhilfe bittet um Hilfe: Düsseldorf läuft für Afrika
VON THORSTEN BREITKOPF UND HANS-JÜRGEN BAUER (FOTOS) - zuletzt aktualisiert: 12.08.2009 - 07:55Düsseldorf (RPO). Die Welthungerhilfe rief zum Sponsorenlauf für Burkina Faso. Hunderte Kinder und Erwachsene liefen für das sehr arme Land in Afrika und sammelten Spenden – unter den Läufern auch Sportler von Fortuna und den Giants.
Jimas Sanwidi ist im Osten von Burkina Faso geboren. "Mein Land ist das zweitärmste Land der Welt", sagt Sanwidi, der heute Entwicklungshelfer auf ihre Arbeit in Afrika vorbereitet. Burkina Faso liegt in der Sahelzone. "85 Prozent der Menschen können weder lesen noch schreiben", sagt Sanwidi und stimmt für die Sportler ein Lied aus seiner Heimat an. "Die Musik", sagt er, "ist mein Mittel, um zu den Menschen zu kommen." So kämpft er für ein menschlicheres Leben in Afrika.
Gut 400 Läufer waren dem Aufruf der Welthungerhilfe gestern gefolgt und liefen in Düsseldorf für Afrika. Den Auftakt machten die Kinder. Eine Runde am Rheinufer war für die Junior-Athleten 400 Meter lang. Simon Kubat ist einer von ihnen. 17 Runden schaffte der Siebenjährige. "Ich will Leuten helfen, die arm sind", sagte er nach dem Lauf, noch völlig außer Atem. Ein Spender legte für jede von Simons Runden eine bestimmte Summe auf den Tisch. "Mein Sponsor heißt Papa", meinte der Schüler trocken.
Andere Teilnehmer spendeten selbst für ihren Start oder hatten Vereine und Firmen im Rücken. Für Fortuna Düsseldorf ging Marcel Gaus an den Start. "Es geht nicht allen so gut wie uns. Die Teilnahme an einer solchen Veranstaltung sollte für jeden Sportler selbstverständlich sein", meinte der Profi-Fußballer, umringt von kleinen Autogrammjägern.
Die Düsseldorfer Giants hatten Cheftrainer Achim Kuczmann und Basketballspieler Matthias Goddek ins Rennen geschickt: "Wir müssen ohnehin laufen. Wenn der Verein dann noch für jede Runde zehn Euro stiftet, ist das eine tolle Sache."
Marathon-Läuferin Sonja Oberem übernahm das Warm-Up. 2002 belegte sie den dritten Platz bei der Europameisterschaft: "Wir müssen die Menschen wachrütteln." Den Startschuss gab Oberbürgermeister Dirk Elbers. Der OB lobte das Engagement des vorigen Jahres. 275.000 Euro warb die Welthungerhilfe damals unter anderem für Brunnenbau und Bildungsprojekte ein.
"Dabei dürfen wir es nicht belassen", mahnte Elbers. An seiner Seite die Bonner Kollegin Bärbel Dickmann, Präsidentin der Welthungerhilfe. Ein besonderer Gast: Idrissa Sanou aus Burkina Faso – Afrika-Vizemeister im 100-Meter-Sprint trainiert zurzeit in Düsseldorf.
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