Moderne Ampelanlage: Düsseldorf schaltet ältesten Verkehrsrechner ab
zuletzt aktualisiert: 02.05.2006 - 13:29Düsseldorf (dto). Die Stadt Düsseldorf stellt die Steuerung ihrer Ampelanlagen um. 80 Anlagen sind dafür in den vergangenen Jahren erneuert und an einen neuen Verkehrsrechner angeschlossen worden. Die Kosten: drei Millionen Euro. Am heutigen Dienstag wurde der älteste Verkehrsrechner (28 Jahre Laufzeit) außer Betrieb genommen.
Zurzeit betreibt die Stadt für ihre insgesamt 603 Ampelanlagen fünf ältere und zwei neue Verkehrsrechner. Bei den älteren Rechnern beschränkt sich das Steuern auf die einfachsten Befehle. Damit ist lediglich eine Koordination zur Gewährleistung der Grünen Wellen, die festgelegte Umschaltung von einem Signalprogramm in das andere, und die Weitergabe der einfachsten Störungsmeldungen möglich, wie zum Beispiel "Gerät ein, Gerät aus" oder "Störung an der Lampe". Zug um Zug werden jetzt immer mehr Lichtzeichenanlagen von den alten Verkehrsrechnern herunter genommen, so dass sie bis zum Jahr 2010 abgebaut werden können.
Die zwei insgesamt 1,9 Millionen Euro teuren neuen Verkehrsrechner ("Sitraffic Scala"), je einer für den Norden und einer für den Süden der Stadt, stehen beide schon. Sie sind das Herzstück des modernen, neuen Steuerungssystems. Es wird im Rahmen des Projektes Verkehrssystemmanagement in Düsseldorf (ViD) für die Lichtsignalanlagen aufgebaut. Die beiden neuen Rechner werden nach und nach die fünf alten Rechner ersetzen. Vorher müssen allerdings noch 229 Ampelanlagen auf die modernen Standards umgerüstet werden. Bis zum Jahr 2010 sind dafür rund fünf Millionen Euro vorgesehen.
Die neuen Lichtsignalanlagen sind in der Lage, detaillierte Störungsmeldungen, wie zum Beispiel defekte Induktionsschleifen - das sind Sensorfelder in der Fahrbahn - oder schadhafte Taster für Fußgänger, an die Zentrale zu übermitteln. Damit wird künftig eine schnellere Beseitigung von Störungen möglich.
Die an die neuen Lichtsignalanlagen angeschlossenen Induktionsschleifen erfassen den Verkehrsfluss, so dass ab 2007 auf dieser Basis über das Verkehrssystemmanagement die Verkehrslage berechnet wird. Entsprechend den aktuellen Bedürfnissen können so die Lichtsignalanlagen geschaltet und die Verkehrsteilnehmer über Internet oder Variotafeln informiert werden.
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