Wenders Film wird im Wettbewerb gezeigt: Düsseldorf-Treff in Cannes
zuletzt aktualisiert: 20.05.2008 - 09:04Erstmals besuchte Andreas Krautscheid, NRW-Minister für Bundesangelegenheiten, Europa und Medien, die Filmfestspiele in Cannes. Gemeinsam mit Regisseur Wim Wenders und dem Geschäftsführer der Filmstiftung NRW, Michael Schmid-Ospach, nahm er an einem Presselunch teil und machte einige Anmerkungen zum Film in NRW und Europa. Wenders „Palermo Shooting“, den die Filmstiftung NRW mit 400.000 Euro unterstützt hat, wird am letzten Tag des Festivals (24. Mai) im Palais des Festivals vorgeführt - und wird gezeigt im Wettbewerb um die Goldene Palme, die tags darauf verliehen wird.
Das Werk wurde zu einem Drittel in Wenders Heimatstadt Düsseldorf, in Neuss und Essen gedreht. Campino, Frontmann der Toten Hosen, verkörpert in der Hauptrolle einen Fotografen in der Lebenskrise. Schmid-Ospach, Geschäftsführer der Filmstiftung, begrüßte den Regisseur und NRW Medienminister herzlich in Cannes und wünschte viel Erfolg. Das Wort „europäischer Film“ sei „kein Schimpfwort mehr“. Krautscheid sagte, sein Besuch in Cannes erfolge natürlich zu Ehren von Wenders und seines großen internationalen Erfolgs. Dass „Palermo Shooting“ in den Wettbewerb eingeladen sei, freue ihn besonders. Einige große Produktionen haben in den letzten Monaten in NRW gedreht bzw. haben die Dreharbeiten vor sich: Krautscheid wies auf „Der Vorleser“ hin, die Produktion plant den zweiten Teil ihrer Dreharbeiten im Juli.
Wim Wenders zeigte sich in seiner Tischrede erfreut, mit „Palermo Shooting“ bald auch nach NRW zurückzukommen und ihn dort erstmals zu zeigen - als Eröffnungsfilm des Internationalen Filmkongresses im Juni in Köln. Zu Cannes, wo der Wenders-Film am Ende des Festivals läuft, sagte er: „Und das Beste kommt zum Schluss“. Krautscheid antwortete dazu: Er habe öfter schon gelesen, dass gerade in Cannes die Filme, die am Schluss laufen, die größten Chancen hätten! Michael Schmid-Ospach wies noch darauf hin, dass im Sommer Lars von Trier in NRW im Bergischen Land drehe und schloss mit der Nachricht, was solche großen internationalen Produktionen auch mal gefährden könne: Eine seltene Storchart brütet genau am Ort der geplanten Drehlokalitäten und bringe in der Produktion einiges durcheinander.
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