Händler rüsten sich: Düsseldorf vor Weihnachtsansturm
VON ANDREAS PANKRATZ - zuletzt aktualisiert: 25.11.2010 - 08:55Düsseldorf (RPO). Adventsmärkte, üppige Dekorationen und ein vielfältiges Einkaufsangebot – zur Festzeit hat die Landeshauptstadt seinen Besuchern viel zu bieten. Ordnungshüter, Rheinbahn und die Händler stellen sich auf den Ansturm ein, die Polizei verstärkt aufgrund der Terrorwarnung die Streifen.
Wer nur halbwegs etwas für Weihnachtsdekoration übrig hat, kommt derzeit an der Königsallee nicht vorbei. Mehr als 10.000 Lämpchen an 74 Bäumen leuchten entlang des Prachtboulevards. "Unsere Kunden und Gäste erwarten, dass sich Düsseldorf und besonders die Königsallee festlich herausputzt", sagt Claus Franzen, Sprecher der Interessengemeinschaft Königsallee.
Das sehen die Händler in anderen Teilen der Innenstadt ebenso und bereiten sich auf die heiße Phase des Adventsgeschäftes vor. So rechnet der Einzelhandelsverband mit einem Weihnachtsumsatz von 807 Millionen Euro. "Das sind 2,5 Prozent mehr als im kritischen Jahr 2009", sagt Waltraud Loose, Geschäftsführerin des Verbandes, und hofft wie die Händler in der Stadtmitte auf einen starken, letzten verkaufsoffenen Sonntag am 12. Dezember.
Öffnungszeiten
Vor allem die großen Warenhäuser in der Innenstadt haben in der Weihnachtszeit statt bis 20 bis 21 Uhr geöffnet.
Auch die Öffnungszeiten anderer Händler sind seit gestern in einem Internet-Portal aufgelistet, das gestern die City-Marketing & Event online gestellt hat. Die Adresse: www.city-open.de .
Polizei ist offensiv präsent
Mehr zu tun als gewöhnlich hat auch die Düsseldorfer Polizei, denn an den Dienstplänen ist die Terrorwarnung nicht spurlos vorbeigegangen. "Wir werden das Sonderkontingent, das wir immer an Weihnachten im Einsatz haben, noch leicht aufstocken", sagt Polizei-Sprecher Andre Hartwich. Dabei setzt die Polizei auf offensive Präsenz auf den Weihnachtsmärkten und den Einkaufsstraßen. Im Visier haben die Einsatzkräfte auch Taschendiebe. "Die Weihnachtsbummler müssen sich bewusst sein, dass Kriminelle unterwegs sind", warnt Hartwich. Deshalb empfiehlt er, sämtliche Wertsachen nah am Körper zu tragen.
Intensiviert wird auch die Verkehrsbeobachtung. "Bei Falschparkern werden wir ganz konsequent sein", so Hartwich. Aus Erfahrung von den Vorjahren rechnet die Polizei fast ganztägig mit einer stark angespannten Verkehrs- und Parksituation im gesamten Innenstadtbereich.
Deswegen setzt die Rheinbahn gerade an den fünf Samstagen und vier Sonntagen vor Heiligabend auf fast allen Bus- und Bahnlinien zusätzliche Fahrzeuge ein. Außerdem fährt die U 78 bis zum 23. Dezember häufiger zwischen Esprit-Arena und Hauptbahnhof, damit Autofahrer am Stadion parken und mit der Bahn bequem die Innenstadt erreichen können. Gepäckbusse wie in den vergangenen Jahren, in denen die Kunden ihre Einkäufe aufbewahren konnten, wird es dieses Mal aufgrund der Terror-Warnung nicht geben.
Auch viele Menschen aus dem Ausland werden Düsseldorfer besuchen. So erwartet die Düsseldorf Marketing Tourismus GmbH wieder mehr als 2000 Reisebusse. Mit 38 440 Übernachtungen waren die Niederländer 2009 die größte ausländische Gruppe.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum







