Eurovision Song Contest: Düsseldorfer Arzt ist Herr der Fans
zuletzt aktualisiert: 16.05.2006 - 12:36Düsseldorf/Athen (dto). Ohne die wahren Fans geht beim Grand Prix nichts. Auch beim Eurovision Song Contest 2006 in Athen werden die Fanclubs wieder besonders laut jubeln, Fahnen schwenken und für eine spezielle Atmosphäre in der Halle sorgen. Auch Michael Sonneck (49) ist in diesem Jahr wieder beim Song Contest dabei. "Der Grand Prix ist Kult", sagt der Präsident des Eurovision Club Germany, der im normalen Leben in Düsseldorf als Internist arbeitet.
Nebenbei kümmert er sich um die Arbeit in seinem Fanclub, der knapp 500 Mitglieder hat. Ein zeitaufwändiges Hobby sei das, aber auch eine "wunderschöne Sache, um völlig abzuschalten und dann wirklich Beruf und Krankheiten der Patienten zu vergessen". Der Wettbewerb in Athen ist nun für ihn, wie zuvor schon in Istanbul, Kiew, Riga oder Tallinn, das "Highlight des Jahres". Knapp 40 Grand-Prix-Fanclubs gibt es laut Sonneck international, zwei davon in Deutschland. Für das Finale in Athen seien für die Clubs rund 1.200 Tickets reserviert worden. "Dem Veranstalter ist natürlich auch dran gelegen, dass möglichst viele Fans in der Halle sind, denn die bringen ja die Stimmung", weiß Sonneck.
Nach Angaben der Veranstalter sind 36 Fanclubs bei dem Event dabei und rund 1.500 Personen als Fans akkreditiert. Jeden Abend gibt es Partys und Empfänge. 76 offizielle Pressekonferenzen sind laut NDR geplant. Ein Erholungsurlaub wird Sonnecks Trip nach Athen somit nicht werden - für ihn sei das in erster Linie mit Arbeit verbunden. "Urlaub habe ich eigentlich hinterher nötig", sagt der Mediziner, der bereits mehr als eine Woche vor dem Finale am 20. Mai hingereist ist.
Er sei von morgens bis nachts auf den Beinen. Am Donnerstag begannen die Proben für die Endrunde, und jeden Tag berichtet er aktuell auf der Club-Homepage ecgermany.de, was alles passiert. Der Grand Prix sei ja nicht nur die Veranstaltung am 20. Mai. "Die ganze Woche ist da eine große Europa-Party. Ganz Europa trifft sich da, mittlerweile kennt man sich teilweise schon seit Jahren."
In diesem Jahr hat Sonneck auch wieder ein gutes Gefühl bei dem deutschen Beitrag. Der letzte Platz von Gracia im vergangenen Jahr in Kiew sei "ein Ausrutscher" gewesen, "das war ein schlechter Auftritt", findet er. Mit Texas Lightning sehe es dagegen wieder "toll" aus.
Die neuesten Nachrichten und Berichte aus Politik, Wirtschaft, Panorama, Sport,
Kultur, Gesellschaft, Wissenschaft, Multimedia, Auto,
Reise und Beruf - im Archiv auch gratis recherchierbar. Dazu die besten Bilder,
Live-Ticker, Kolumnen und Hintergrundberichte.





