Brenner-Autobahn in Italien: Düsseldorfer Familie tödlich verunglückt
VON SAINAB SANDRA OMAR UND JAN SCHNETTLER - zuletzt aktualisiert: 10.10.2010 - 18:21Düsseldorf (RPO). Eine dreiköpfige Familie aus Düsseldorf ist am Samstagvormittag bei einem schweren Verkehrsunfall auf der Brennerautobahn in Südtirol tödlich verunglückt.
Ihr Audi Q7 war aus zunächst ungeklärten Gründen nahe San Michele all’Adige (St. Michael an der Etsch) ungebremst in einen geparkten Sattelschlepper aus der tschechischen Republik aufgefahren. Durch die Wucht des Aufpralls bohrte sich das Auto nahezu vollständig unter den Anhänger des Lasters, alle drei Insassen waren sofort tot. Wie ein Sprecher der Polizei Bozen gestern der Rheinischen Post sagte, „war die Unfallursache zu 99 Prozent ein Sekundenschlaf des Fahrers“.
Das Ehepaar Rolf (Jahrgang 1959) und Sandra W. (Jahrgang 1968) und die elfjährige Tochter Fabianne waren in Richtung Süden unterwegs. Gegen 8.25 Uhr raste das Auto zwischen Egna (Neumarkt) und San Michele mit voller Geschwindigkeit in den geparkten Laster, dessen Fahrer auf einer für einen Lkw sowie einen Pkw ausgelegten Ausweichspur vorschriftsgemäß Rast hielt. Er blieb bei dem Auffahrunfall unverletzt und alarmierte umgehend die Polizei. Der Rettungsmannschaft des Weißen Kreuzes Neumarkt bot sich ein Bild der Verwüstung.
In dem Wrack wurden eine weibliche Person auf der Fahrerseite, eine männliche Person auf der Beifahrerseite und das zwischen Beifahrersitz und Rückbank eingeklemmte Kind gefunden, so der Heinrich Bertignoll von der Neumarkter Feuerwehr. Der Notarzt des Rettungshubschraubers des „Trentino Emergenza“ konnte nur ihren Tod feststellen. Ihre Angehörigen in Düsseldorf wurden noch am Samstagmorgen von Beamten des Polizeipräsidiums informiert. „Es war nicht leicht, sie ausfindig zu machen“, so ein Polizeisprecher.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum







