Marathon in der Sahara: Düsseldorfer organisiert Wüstenlauf
VON DIRKE KÖPP - zuletzt aktualisiert: 26.02.2007 - 08:47Düsseldorf (RPO). Angst vor der Sonne hat Wolfgang Hofmann nicht, auch nicht vor 40 Grad im Schatten. Hofmann ist Marathonläufer und liebt die Extreme. Zwischen 30 und 40 Mal ist er die Marathonstrecke schon gelaufen: in Düsseldorf, in Bombay, in Jordanien. Heute Morgen ist er in einem Flüchtlingslager in der Westsahara aufgewacht; heute wird er dort, in der Wüste, einen Marathon hinter sich bringen.
Zu Gunsten der Männer, Frauen und Kinder, die seit 30 Jahren in den Flüchtlingslagern leben müssen, weil der politische Status ihrer Heimat unklar ist. Bis 1975 war die Westsahara eine spanische Kolonie, danach wurde sie von Marokko annektiert. Heute ist die Westsahara eine Region, die nur wenige Staaten der internationalen Gemeinschaft als unabhängigen Staat akzeptieren. Aus den politischen Hintergründen indes hält sich Hofmann heraus.
Er nimmt, wie er sagt, „aus rein humanitären Gründen“ am Benefiz-Marathon der Uno-Flüchtlingshilfe und der Welt-Stiftung humanitärer Marathons (WHMF) teil: „Die Menschen leben seit 30 Jahren im Flüchtlingslager, haben nur schlechten Zugang zu Nahrungsmitteln und Bildung und wenige soziale Kontakte.“ Das wollen er, seine Frau Gisella Oberg, drei weitere Läufer aus Düsseldorf (die in Kaarst leben), Günter Brosk, Hannelore Brosk und Bärbel Saul, mit ihrem Besuch und ihren Läufen in der Sahara ein wenig zum Positiven ändern.
Dabei sind knapp 300 Läufer aus Deutschland, den Niederlanden, Spanien, Polen und Südafrika. Heute, am Lauftag, heißt es „Daumen drücken“ - damit sie außer der Hitze nicht auch noch gegen einen Sandsturm anrennen müssen.
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