Auf für Bodylook: Eickhoff: "Mode-Messe ist 80er"
VON DENISA RICHTERS - zuletzt aktualisiert: 19.11.2009 - 07:55Düsseldorf (RPO). Die Absage der Dessous-Schau Bodylook und die Frage nach der Zukunft der Düsseldorfer Mode-Messe wird in der Branche intensiv diskutiert. Albert Eickhoff, Gründer des gleichnamigen Modehauses an der Königsallee, zeigte sich von dem Bodylook-Aus wenig überrascht: "Das war schon länger fällig."
Der gehobene Einzelhandel konzentriere sich längst auf das fast ganzjährige Angebot in Showrooms. "Dieser Art von Messen sollte deshalb keine besondere Bedeutung zugedacht werden."
Gleiches gelte für das Modell Mode-Messe insgesamt. "Ob Mailand, Paris oder Düsseldorf – wir ordern nur noch in Showrooms und gehen nicht mehr auf die Messen", sagt Eickhoff. "Die Mode-Messe auf dem Stockumer Gelände war in den 80er Jahren zeitgemäß." Sie habe nach wie vor eine Chance, aber nur mit komplett neuem Konzept.
Den von der Igedo Company, der Veranstalterin der Mode-Messe, eingeschlagenen Kurs, sich von unrentablem Ballast wie der Bodylook oder der Herrenmode zu trennen, hält Eickhoff für richtig: "Das ist gut durchdacht. Aber nun muss man sich auf den verbleibenden Kern, die Damenmode, konzentrieren." Statt einer Messe könne er sich etwa Zelte vor dem NRW-Forum oder am Rheinufer vorstellen. Um den Modestandort Düsseldorf insgesamt sorgt Eickhoff sich nicht. Nach wie vor gelte: "In Berlin wird gefeiert, in Düsseldorf gearbeitet."
Ähnlich sieht es Showroom-Manager Hans-J. Wiethoff. "Die Igedo verfolgt noch zu sehr das Konzept aus ihren Gründungstagen 1949", sagt der Geschäftsführer von Fashion Square. "Wir brauchen nicht Glanz und Glamour, sondern eine gute Arbeitsatmosphäre." Wichtig sei aber vor allem, dass die internationale Presse wieder nach Düsseldorf komme.
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