Derzeitige Praxis nicht komfortabel: Eigene Familienkarte für Kinder
zuletzt aktualisiert: 18.04.2008 - 08:44Düsseldorf (RPO). Die Idee kommt aus dem Jugendrat und von der CDU, alle anderen Fraktionen im Rat schlossen sich ihr gestern an: Die Düsseldorfer Familienkarte soll es künftig auch für die Kinder geben. Die derzeitige Praxis sei nicht komfortabel, erklärte CDU-Ratsherr Andreas Hartnigk.
Jede Familie habe nur eine Karte, aber es könne ja sein, dass die Kinder allein unterwegs sind und die Karte nutzen wollen, die aber gerade in der Tasche von Vater oder Mutter steckt. Außerdem geht die Karte grundsätzlich an den so genannten Familienvorstand, beinhaltet aber eine Gültigkeit für alle Familienmitglieder. Also muss ein Ableger her, meint man. Und zwar für Zwölf- bis 18-Jährige. Darauf einigte man sich gestern im Rat. Allerdings erst nach quälend langer Diskussion, weil SPD und Grüne den Christdemokraten vorwarfen, einen Antrag als eigenen auszugeben, der in Wirklichkeit aus dem Jugendrat stammte. Damit frustriere man die Mitglieder dieses Gremiums, hieß es.
Die CDU gab zu, dass die Idee auch aus dem Jugendrat stamme, aber deren Papier für den Rat sei zu spät gekommen, wie ein CDU-Ratsherr erläuterte - was vom Rest des Rates als wenig überzeugendes Argument gewertet wurde.
Marie-Agnes Strack-Zimmermann (FDP), ebenfalls für die Ableger-Karte, plädierte dafür, diese nicht erwünschte Kommunikationspanne einzugestehen und sich künftig um bessere Zusammenarbeit mit dem Jugendrat zu bemühen.
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