Die Gewalt des Faktischen: Ein Blick in die Bilderwelt des Francis Bacon
zuletzt aktualisiert: 06.10.2006 - 12:29Düsseldorf (RP). Nur noch wenige Tage, dann öffnet die Kunstsammlung NRW am Grabbeplatz im Rahmen der Quadriennale die Pforten zur mit Spannung erwarteten Francis Bacon Ausstellung „Die Gewalt des Faktischen“. Doch bevor Hunderte von Besuchern durch die Hallen strömen können, gibt es in der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen noch Einiges zu tun. Bilder müssen aufgehangen, arrangiert und ins rechte Licht gerückt werden. Im Vorfeld fanden viele Kunstschätze nur mit Geleitschutz ihren Weg in die Landeshauptstadt.
Im Zentrum der Ausstellungen im Rahmen der Quadriennale steht das Thema „Körper“. Ein Klassiker der Moderne steht ab dem 16. September mit Francis Bacon im Zentrum einer Ausstellung der Kunstsammlung NRW. In "The Human Body" sind ab September rund 60 Werke des Malers versammelt. Dramatische Darstellungen von menschlichen Körpern, Schmerz, Verzweiflung, Gewalt und Einsamkeit sind die Elemente der Bildwelten des bedeutendsten englischen Malers des 20. Jahrhunderts, der beunruhigende und zugleich fesselnde Studien des menschlichen Körpers schuf. Die in der Kunstsammlung ausgestellten Werke aus den Jahren 1945 bis 1991, darunter zehn Triptychen, sowie fotografisches Material aus dem Atelier des Künstlers, erlauben dem Betrachter einen Einblick in Bildwelt des Francis Bacon.
Francis Bacon (1909-1992) zählt zu den bedeutendsten Malern des zwanzigsten Jahrhunderts. Francis Bacon hat den menschlichen Körper, das Thema der Quadriennale, immer wieder studiert, seine Verletzbarkeit sichtbar gemacht, den Menschen als Objekt von Grausamkeit gezeigt. Dabei ließ er sich von Rembrandt und El Greco, Picasso und van Gogh, aber auch von Film und Fotografie anregen. In der Schau werden auch die beiden eigenen Werke der Kunstsammlung zu sehen sein: „Mann in Blau V” von 1954 und „Liegende Figur Nr. 3” von 1959.
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