875.000 Euro weniger: Einbruch bei Spendengeldern in Düsseldorf
VON URS LAMM - zuletzt aktualisiert: 29.07.2008 - 14:31Nach Angaben der Verwaltung gingen im Jahr 2007 rund 510.000 Euro an Zuwendungen, Geld- und Sachspenden sowie Stiftungserträgen auf das Konto der Stadt ein. Im Vergleich zu 2006 fiel der Ertrag deutlich geringer aus. Damals strich die Stadt rund 1,3 Mio. Euro ein.
Eine Erklärung für das große Abschmelzen des Spendenberges hat die Stadt nicht. „Das Spendenverhalten der Bürger kann man ja kaum nachvollziehen. Ein Jahr geben die Leute mehr, ein Jahr geben sie wieder weniger. Das ist einfach so“, sagt Stadt-Sprecher Michael Frisch auf Anfrage unserer Redaktion.
Mit 278.431 Euro kam mehr als die Hälfte der Spenden der Kultur zugute. Davon floss der größte Teil im Wert von 150.431 Euro in die Kasse des Stadtmuseums. Das Schulverwaltungsamt hatte ebenfalls mehrere Gönner, kassierte Spenden in Höhe von 104.200 Euro. Nach Angaben der Stadtverwaltung war darunter eine Zuwendung der Stadtsparkasse, die mit 94.200 Euro die größte Einzelspende tätigte sowie die Spende von zwei Millionen Blatt Kopierpapier im Wert von 5.000 Euro.
An dritter Stelle liegt das Jugendamt, das sich über rund 103.500 Euro freuen durfte. Spenden im Wert von insgesamt 34.300 Euro gingen an das Hetjensmuseum, Löbbecke Museum und Aquazoo erhielten 30.800 Euro, das Goethe-Museum bekam Zuwendungen in Höhe von 26.900 Euro. Die Arbeit des Heinrich-Heine-Institutes wurde mit 20.000 Euro unterstützt. Das Garten-, Friedhofs- und Forstamt erhielt 14.900 Euro, darunter waren 9.300 Euro für das Anlegen der Düsseldorfer Hochzeitswiese bestimmt. Bei der Spendenbereitschaft zeigten sich die Unternehmen, Institutionen sowie die Bürgerinnen und Bürgern 2007 zurückhaltender. 2006 wurden Bar- und Sachwerte in Höhe von 1.385.000 Euro der Landeshauptstadt. 2005 waren es 691.000 Euro.
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