Schwarzkopf feiert 111-jähriges Bestehen: Eine Liebeserklärung an die Haare
VON DAGMAR HAAS-PILWAT - zuletzt aktualisiert: 19.10.2009 - 11:20Düsseldorf (RPO). "We love Hair" heißt nicht nur das Buch, sondern auch eine Ausstellung: Schwarzkopf, ein Unternehmen der Henkel-Gruppe, feiert 111-jähriges Bestehen. Das Buch ist ab 4. November erhältlich, die Ausstellung eröffnet am 28. Oktober.
Schwarzkopf feiert 111. Geburtstag – und bringt ein Buch heraus: Worte statt Torte. Natürlich zum Thema Haare und mit prominenter Unterstützung. Eine Liebeserklärung an die Haare – so beschreibt das Düsseldorfer Unternehmen den Band und nennt ihn konsequent "We love Hair". Internationale Starfotografen wie Karl Lagerfeld, Russell James und Gabo erheben darin mit ihren Fotostrecken das Haar zur Stil-Ikone.
"Einen typisch deutschen Style, gibt es den überhaupt?", fragt Henkel-Managerin Tina Müller – verantwortlich für das weltweite Haargeschäft von Schwarzkopf. Und was könnte das Charakteristische sein – blonde Locken, Gretchenzopf, schwarzer Scheitel? "Wir haben den Mann um Interpretationshilfe gebeten, der es am besten wissen müsste", heißt es, und Lagerfeld fotografierte ganz Schwarz und Weiß "German hair". Starfotografin Gabo lichtete Deutschlands Schauspieler-Elite als "Morning Stars" ab, und zwar kurz nach dem Wachwerden und Aufstehen. Wer möchte da nicht so schön aussehen wie Filmstar Alexandra Maria Lara, die sich taufrisch in den Kissen räkelt.
Im zweiten Teil des Buches gibt es Amüsantes aus der Welt der Haare: Internationale Schriftsteller, Prominente und Designer kommen in 111 Geschichten zu Wort: Sir Roger Moore verrät Frisurengeheimnisse der B(l)ond-Girls, Paul Breitner schreibt über Fußballer-Frisuren, und Jan Weiler erinnert sich an seine Kindheit mit "Schauma", während Nick Hornby aus seinem Leben vor und mit der Glatze erzählt. Ein echter Höhepunkt ist der Text von Benjamin von Stuckrad-Barre über die "richtige Frisur".
Dazwischen ist Historisches gestreut rund um den unbekannten Chemiker namens Hans Schwarzkopf, der 1898 in Berlin den kleinen Laden "Farben, Drogen & Parfümerie" betreibt. Es soll der Ort werden, an dem schon bald das "Shampoon mit dem schwarzen Kopf" erfunden wird, das erste wasserlösliche in Pulverform, das sofort ein Bestseller wird. Quizfragen wie "Wissen Sie, was ein Flattop ist?" (Antwort: Ein Männerhaarschnitt, bei dem das Seitenhaar sehr kurz abrasiert ist, das Deckhaar dagegen etwas länger gehalten und auf eine horizontale Linie getrimmt wird) und herrliche Zitate lockern das Ganze auf: So meint Rocksänger Udo Lindenberg lakonisch: "Haare gehen gerne aus, so wie auch der ganze Mann gerne ausgeht." Nicole Kidman findet: "Ich wäre schon immer sehr viel lieber eine Brünette mit dunklem Teint gewesen. Aber ich arbeite mit dem, was ich habe."
Zum Finale des Jubeljahres 2009 wird der 111. Geburtstag auch am Standort Düsseldorf, dem Stammsitz des Henkel-Konzerns, gebührend gefeiert. Im Mittelpunkt steht ab 28. Oktober die Fotografie- Ausstellung "We Love Hair" im NRW-Forum im Ehrenhof. Am Vorabend zur Eröffnung mit vielen geladenen prominenten Gästen wird nicht nur ein Großteil der Henkel-Familie erwartet mit der neuen Aufsichtsrats-Chefin Simone Bagel-Trah an der Spitze, sondern auch der Star-Designer und Fotograf Karl Lagerfeld aus Paris hat versprochen, nach Düsseldorf zur Vernissage zu kommen.
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