Die Rheinbahn will Schwarzfahrern das Leben schwerer machen. Noch in diesem Jahr sollen alle Busse mit Fahrscheindruckern mit integriertem Einstiegskontrollsystem ausgerüstet werden.
emmerzhausen: Schwarzfahren ist doch nichts anderes als eine Erschleichung von finanziellen Vorteilen gegenüber der Rheinbahn und allen ehrlichen Fahrgästen, die ihre Fahrkarte bezahlt haben. Es trägt dazu bei, daß Fahrtarife regelmäßig erhöht werden müssen und diese Erhöhung zu Lasten der ehrlichen Fahrgäste geht.
Mit der Einführung der neuen Kontroll-Technik wird diesem unsozialen Verhalten ein Riegel vorgeschoben.
Alena Schmitz: Ich fahre jeden Morgen in einem vollgestopften Bus zu Schule, oft genug funktioniert das Dingen nicht, wenn man sein Ticket dranhält, man dreht und wendet es, damit der Chip erkannt wird, aber es tut sich nichts. Die meisten Busfahrer winken einen, wie bisher, durch, wenn sie das Ticket sehen. Die haben nämlich auch keinen Bock auf lange, drängelnde Schlangen vor diesem unfähigen Automaten, der die Verspätungen weiter in die Höhe treibt.
SarahBradshaw: Es wäre interessant zu wissen, ob sich die Anschaffungskosten für diese neue Kontrolltechnik auf die Fahrpreise niederschlagen (wahrscheinlich). Ob die Arbeitsplätze der Fahrkartenkontrolleure dadurch ersatzlos wegfallen.
Und wieviel früher ich dann künftig losfahren muss, um noch pünktlich zur Arbeit zu kommen - wenn ich mir mal die Menschenmengen betrachte, die jeden Morgen die Rheinbahn nutzen.
aha!: Neulich bin ich mal Bahn gefahren und fand es unmöglich, dass sich neben den Fahrkartenautomaten kein Entwerter befindet. Da muss man durch die halbe Bahn laufen, was wenn die rappelvoll ist, auch mal bis zur nächsten Station dauern kann, um die Karte zu stempeln.
Wenn das durch neue Geräte vereinfacht würde, fände ich es okay.
Im Prinzip aber wäre ich eher für mehr Kontrolleure, weil das Arbeitsplätze schafft, statt sie durch Automaten weg zu rationalisieren.
ralfk: Mich würde interessieren: Wie sieht es mit dem Datenschutz dieses elektronischen Systems aus? Dazu kann man leider - auch bei der Rheinbahn - nichts finden.
Werden meine Ticket-Daten (als Abonnent zumindest meine Kundennummer) zentral gespeichert und ggf. mit der Kundendatenbank abgeglichen? Kann ein Bewegungsprofil erstellt werden? Schaffen wir damit die Grundlage, dass man immer weiß, wo wir uns aufhalten oder aufgehalten haben?
Mangoboy: Ich wäre dafür, auch die Fahrgäste durch Automaten zu ersetzen.
Oder ihnen einen Chip zu implantieren...
Dann hört diese schlimme Schwarzfahrerei endlich auf!
RationisCausa: Anstatt mehr Kontrolleure einzusetzen, die die Fahrkarten kontrollieren, wird wieder einmal auf eine zweifelhafte Technik gesetzt, die nur viel kostet und Bus- und Bahnfahren noch komplizierter macht.
saint-just: Als Abonnent des Ticket 2000 bin ich verärgert, dass die Rheinbahn von meinem Geld einen derartigen Mumpitz anschafft, statt arbeitslosen Mitbürgern eine Stelle als Kontrolleur anzubieten.
katerbootshund: Die ganze Technik hat leider einen Haken: Wenn sie nicht funktioniert, geht das ausschließlich zu Lasten der Kunden!
Zelos1983: Woanders werden einfach beim Einsteigen die Karten kontrolliert, elektronisch, wenn man in den Bus vorne einsteigt oder die Haltestelle betritt. Bei Prepaid Karten wird dann der fällige Betrag einfach abgebucht. Funktioniert schon seit Jahrzehnten.
Tim_Taylor: Ich finde es ja richtig, dass man für die Fahrt in öffentlichen Verkehrsmitteln bezahlen soll. Und das muss eben auch kontrolliert werden. Ich fahre gerne mit öffentlichen Verkehrsmitteln, das ist umweltfreundlich und viel entspannter.
SkyBlueArmy: Ich finde das eine absolut richtige und schon längst überfällige Investition der Rheinbahn. [...] Ich sehe keinen Grund, warum eine ausgereifte Technik, die das Schwarzfahren erschwert, nicht eingeführt werden sollte.
Michi66: Mehr Kontrolleure, die Schwarzfahrstrafen hoch, damit die sich dadurch finanzieren und alles wäre ok. Die Anschaffung der Automaten zahlen nämlich nicht die Schwarzfahrer sondern die ehrlichen Fahrgäste.
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