Kommentar: Elbers ist kein Impf-Vorbild
VON STEFANIE WINKELNKEMPER - zuletzt aktualisiert: 12.11.2009 - 08:22Düsseldorf (RPO). Es gibt genau zwei Antworten auf die Frage: Soll ich mich impfen lassen? Die eine lautet Nein, wenn ich nur kurzfristig und an meine eigene Gesundheit denke. Denn es gibt keine Langzeit-Tests für den Impfstoff, und die Gefahr, dass ich als gesunder Mensch ernsthaft erkranke, ist derzeit äußerst gering. Die andere Antwort lautet Ja, wenn ich an das Gemeinwohl denke. Denn langfristig ist nicht abschätzbar, wie das Virus mutiert, wenn es sich ausbreitet, und wie viele Menschen es dann gefährdet.
Um so unverständlicher ist es, dass Oberbürgermeister Dirk Elbers die Impfkampagne der Stadt boykottiert. Gerade er, der täglich große Veranstaltungen besucht, sollte nicht zum Virus-Überträger werden. Vor allem aber muss er Vorbild sein und hätte als erster in die zentrale Impfstelle an der Erkrather Straße gehen müssen.
Stattdessen beruft er sich auf Ärzte und medizinische Angestellte in seinem Bekanntenkreis, die von der Impfung abraten. Ihrem Urteil vertraut er somit mehr als der eigenen Gesundheitsbehörde und dessen Chef Heiko Schneitler. Noch mehr kann man die Bürger in der eigenen Stadt nicht verunsichern.
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