Nur fünf Investoren: Elbers: wenig Interesse am Kö-Bogen
zuletzt aktualisiert: 09.10.2008Düsseldorf (RPO). Fünf Investoren haben sich beworben, den Kö-Bogen zu bauen. Diese Zahl ist Oberbürgermeister Dirk Elbers offenbar zu gering. Auf der Immobilienmesse Expo Real in München sagte er, dass er überrascht sei, dass es nur so wenige Bewerber gebe.
Im Gespräch mit „Antenne Düsseldorf“ erklärte er, dass er vor allem Investoren-Angebote aus dem arabischen und russischen Raum erwartet habe. Der Rat der Stadt entscheidet im Februar 2009, wer auf dem Grundstück am Jan-Wellem-Platz den Kö-Bogen bauen kann.
Dann wird auch entschieden, was genau dort gebaut werden soll. Die Planer im Rathaus gucken dabei ganz genau auf die Finanzkraft der Investoren, die sich beworben haben. Jeder muss 100 Millionen Euro Kapital nachweisen. Der Mindespreis des Grundstücks liegt bei 46 Millionen Euro.
Einer der fünf Interessenten ist dem Vernehmen nach auch der Investor, der die HSBC Trinkaus-Bank dort bauen will. Die Privatbank hatte schon vor längerer Zeit erklärt, dass sie den Kö-Bogen gerne als Zentrale für alle bisher weit auseinanderliegenden Büros nutzen würde. Geplant war, bereits 2011 umzuziehen. Ob dieser Plan gehalten werden kann, ist fraglich.
Mehrere Gerichte hatten zwischenzeitlich entschieden, dass Bauprojekte wie der Kö-Bogen europaweit ausgeschrieben werden müssen. Diese Ausschreibung verzögert nun Planung und Bau des städtebaulichen Vorzeige-Projekts, das der verstorbene OB Joachim Erwin noch auf den Weg gebracht hatte.