Weniger befristete Stellen in Kitas: Entlastung für Erzieherinnen
VON MICHAEL BROCKERHOFF - zuletzt aktualisiert: 01.04.2009 - 07:51Düsseldorf (RPO). Der Anteil der befristen Stellen in Kindertagesstätten wird von 25 auf zwölf Prozent sinken. Die Verwaltung reagiert damit auf die Kritik des Pesonalrates, dass die Stadt pädagogische Kräfte nur noch befristet einstellt. Politiker wollen genauere Übersicht über den Stellenplan.
Die Berufsperspektiven für Erzieherinnen in Kindertagesstätten wird besser: Von den 287 befristeten Stellen, die es zurzeit in Düsseldorf gibt, werden Zug um Zug 157 Stellen in unbefristete umgewandelt. Das teilte Sozialdezernent Burkhard Hintzsche dem Jugendhilfe-Ausschuss mit. Über diese Nachricht waren die Politiker positiv überrascht, denn noch in der Vorlage für den Ausschuss hatte Hintzsche nur von 85 entfristeten Stellen gesprochen. "Wir reagieren mit der Erhöhung der festen Stellen bereits auf den Bedarf, den wir aufgrund der neuen gesetzlichen Vorgaben und den rasanten Ausbau von Kita-Plätzen für Kinder unter drei Jahren haben werden", erklärte Hintzsche.
Wachsender Unmut
Damit reagiert die Stadt auch auf den wachsenden Unmut der Erzieherinnen. Sie sehen ihre Zukunft wenig rosig, weil im Moment rund ein Viertel der knapp 1200 Stellen befristet ist. Der Anteil wird künftig auf etwa zwölf Prozent sinken.
Die Erzieherinnen hatten bessere berufliche Absicherungen auch deshalb gefordert, weil die Anforderungen für die Betreuung der Kinder wachsen würden. Um die gewährleisten zu können, sei eine kontinuierliche Arbeit über mehrere Jahre nötig. Allerdings wird die Stadt ohne befristete Stellen nicht auskommen, weil es auch Sachgründe wie Mutterschutz, Elternzeit oder Beurlaubung gebe. "175 der 281 Verträge auf Zeit sind zurzeit aus diesem Grunde befristet", so Hintzsche. Nach der Umwandlung von 157 Stellen werde es einen Überhang von festen Arbeitsverhältnissen geben, weil das Angebot an Betreuung ausgebaut werde.
So zufrieden die Politiker mit dieser Nachricht waren, so kritisch beurteilten sie den Bericht zur Stellenplanentwicklung im Jugendamt. Seit 2001 wuchs die Zahl der Beschäftigten von 1471 um 356 auf 1827. Davon profitierten einzelne Abteilungen unterschiedlich stark, im Bereich soziale Dienste sind es sogar 75 Mitarbeiter weniger. "Diese Aufstellung ist wenig informativ und keine Grundlage für Entscheidungen", sagte Ratsfrau Hildegard Kempkes (CDU).
Der Ausschuss müsse wissen, in welchen Abteilungen Stellen unbesetzt seien, wo es Probleme beim Arbeitsaufwand gebe und wie schnell Stellen wieder besetzt würden.
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