Konzern sieht noch zusätzlichen Spielraum für strategische Akquisitionen: E.ON will 14 Milliarden Euro investieren
zuletzt aktualisiert: 12.12.2003 - 11:13Düsseldorf (dpa). Europas größter privater Energieversorger, die Düsseldorfer E.ON AG, will in den nächsten drei Jahren 13,8 Milliarden Euro investieren. Nach den großen Wachstumsschritten der Vorjahre stehe dabei aber die Integration und Konsolidierung der bestehenden Aktivitäten im Mittelpunkt, berichtete das Unternehmen am Freitag. Daneben sieht der Konzern aber noch Spielraum für Milliardeninvestitionen etwa in die russische oder norwegische Gasförderung.
Der Löwenanteil der Investitionen, insgesamt knapp 8,7 Milliarden Euro soll laut E.ON für den Erhalt und Ausbau der Versorgungsnetze und Kraftwerke verwendet werden. Dies komme nicht zuletzt "der Versorgungssicherheit in unseren Märkten zugute." Bei den geplanten Finanzinvestitionen in Höhe von rund 5,1 Milliarden Euro steht nach Unternehmensangaben die Abrundung bestehender Beteiligungen im Vordergrund. Ein großer Brocken sei dabei die absehbare Übernahme der restliche Anteile des skandinavischen Stromerzeugers Sydkraft. Außerdem sollen die Gasaktivitäten in Italien gestärkt werden.
Doch sind die Finanzmittel des Energieriesen mit den geplanten Milliardeninvestitionen keinesfalls erschöpft. Der Cash-Flow und die erwarteten Einnahmen aus dem Verkauf von Unternehmensteilen seien deutlich größer als das geplante Investitionsvolumen, betonte das Unternehmen. "Die starke Finanzlage eröffnet E.ON Spielraum für weitere strategische Akquisitionen, die in der Planung nicht berücksichtigt sind", betonte der Konzern. Dies betreffe auch mögliche Investitionen in die Gasförderung in Russland und in der Nordsee. Akquisitionsmöglichkeiten werde E.ON aber nur nutzen, wenn sie die strikten strategischen und finanziellen Kriterien des Konzerns erfüllten.
E.ON-Chef Wulf Bernotat betonte. "Wir konzentrieren uns auf das Erreichen unserer ehrgeizigen finanziellen Ziele. Weitere Wertsteigerungen strebt E.ON vorrangig durch kontinuierliche Verbesserung der operativen Performance an."
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