Der Streik geht weiter: Rund 400 Erzieher und Sozialpädagogen aus Düsseldorf und Hilden zogen am Montag in einem Protestzug durch die Düsseldorfer Innenstadt.
Um 12.30 Uhr erreichte der Demonstrationszug das Düsseldorfer Rathaus.
"Zukunftsgestalterin fordert Anerkennung" stand auf den roten T-Shirts der Streikenden.
Viele Erzieherinnen befinden sich in einer Doppelrolle, sind gleichzeitig Mutter. Sie wünschen sich bessere Bedingungen für ihre Arbeit und gesunde Erzieher für ihre Kinder.
Die Demonstranten wünschen sich eine bessere soziale Anerkennung ihres Berufs.
"Wir sind heute hier, um für unsere Gesundheit einzutreten", betont Gabriele Fothen (Mitte), Leiterin einer Familiengruppe.
Vom Kolpinghaus an der Bilker Allee zogen die Demonstranten durch die Düsseldorfer Innenstadt bis hin zum Rathaus, wo sie sich zur Abschlusskundgebung versammelten.
Im Kreuzfeuer der Kritik: Das Kinderbildungsgesetz Kibiz, seit 2008 in Kraft. Für viele Erzieher hat es die Rahmenbedingungen ihrer Arbeit weiter verschlechtert.
Viele hatten ihre Kinder zur Demonstration mitgebracht.
Mit Trillerpfeifen und Rasseln verschafften die Demonstranten sich Gehör.
Neben langjährigen Erziehern und Leitern von Kindertagesstätten beteiligten sich auch viele junge Beschäftigte und Auszubildende an der Demonstration.
Um lustige Sprüche waren die Streikenden nicht verlegen.
Die Band "Heavy Gummi" spielte auf dem Rathausplatz für die Demonstranten.
Gustav Wilden, Geschäftsführer von Verdi Düsseldorf: "Es muss sich endlich etwas ändern an diesen unerträglichen Arbeitsbedingungen für Erzieher und Sozialpädagogen!"
Ein weiterer Kritikpunkt: Die Erzieher hätten in den letzten Jahren immer neue Aufgaben bekommen, ohne dass weiteres Personal eingestellt wurde.
"Sich mit 25 wie 50 fühlen". Viele Erzieher und Sozialpädagogen klagen über körperliche Beschwerden wie Rückenprobleme. 75 Prozent glauben, dass sie nicht gesund bis zum Rentenalter arbeiten werden.
Trotz Streik und Demo: Die Stimmung war gut. Doch die Streikenden haben klar gemacht, dass sie ihre Forderungen durchsetzen wollen.
Die Demonstranten schwenkten Fahnen und trugen T-Shirts der Gewerkschaft Verdi.
Geringes Gehalt, zu wenig Personal, keine Anerkennung - dagegen demonstrierten am Montag rund 400 Erzieher und Sozialpädagogen aus Düsseldorf und Hilden.