Erziehrerin getötet: Ex-Freund vor Gericht
zuletzt aktualisiert: 06.08.2009 - 08:38Düsseldorf (RPO). Geldgier oder der Frust über eine erneute Ablehnung seiner Ex-Freundin: Beides hält die Anklage für mögliche Motive eines Installateurs (32), der im September vergangenen Jahres seine zwei Jahre ältere Ex-Freundin in ihrer Wohnung ermordet haben soll. Drei Verhandlungstage hat das Schwurgericht jetzt zur Klärung des Verbrechens vorgesehen.
Laut Ermittlungen hatte der Angeklagte mehrfach versucht, seine Beziehung mit der Kindergärtnerin erneut aufleben zu lassen. Doch die Frau weigerte sich – auch am Tattag und ließ trotzdem arglos zu, dass ihr Ex-Freund ihr den Nacken massierte.
Dabei soll er laut Aussagen bei der Polizei einen Trageriemen ihrer Handtasche von hinten um ihren Hals geschlungen und zugezogen haben. Mit der EC-Karte des Opfers habe er kurz danach noch 2000 Euro vom Konto der Frau abgeholt. In den Verhören bei der Polizei hatte der 32-Jährige anfangs alles abgestritten, legte aber dann ein Geständnis ab.
Die Mutter hatte ihre Tochter tot in ihrer Wohnung an der Frankenstraße gefunden. Sie hatte vergebens versucht, die 34-Jährige telefonisch zu erreichen, nachdem Kolleginnen aus dem Kindergarten sie an ihrem Arbeitsplatz vermissten.
Die Mutter war es auch, die den Notarzt alarmierte. Doch der konnte nur noch den Tod der jungen Frau feststellen. Der Stiefvater des Opfers war der erste, der die Fahnder auf den Ex-Freund aufmerksam machte. Er hatte ihn vor der Wohnung des Opfers gesehen. Wenige Stunden nach Entdeckung der Leiche nahm die Polizei den Installateur in seiner Wohnung fest.
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