Gerichtstermin: Ex-Pooth-Leibwächter fühlt sich verletzt
zuletzt aktualisiert: 18.09.2008Düsseldorf (RPO). Franjo Pooth will sich den Mund nicht verbieten lassen – schon gar nicht vom Ex-Leibwächter seiner Frau Verona. Mitten in der Schlammschlacht rund um die Millionenpleite seiner Firma "Maxfield" war dem 39-jährigen Kaufmann untersagt worden, einen Ex-Leibwächter seiner Frau als Dieb zu bezeichnen.
Gegen diesen Maulkorb zog Franjo Pooth vor das Landgericht. Doch zum Termin erschien gestern nur der Ex-Bodyguard. Auf der Pooth-Seite stand lediglich der Anwalt des 39-Jährigen.
Es geht um schmähliche Äußerungen, die Franjo Pooth im Mai beim Interview mit einer Illustrierten vom Stapel gelassen hatte. Darin hatte er behauptet, „unser Bodyguard hat uns bestohlen“, der Leibwächter habe „Unterlagen entwendet“ – und überhaupt sei die Sicherheit bei einem Personenschützer dieser Art „nie gegeben“ gewesen.
Namen nannte Pooth in dem Interview nicht, aber der angegriffene Leibwächter sah sich trotzdem verunglimpft, bloß gestellt, geschädigt und in seinen Persönlichkeitsrechten verletzt.
Schließlich habe er seinen Wohnsitz in Berlin aufgegeben, sei extra nach Meerbusch gezogen, um hier den Bewachungsauftrag bei Familie Pooth besser wahrzunehmen. Er habe auch „nie strafbare Handlungen begangen“, so sein Anwalt gestern, alle Anschuldigungen seien „unwahr“. Besonders enttäuscht sei der Leibwächter, weil er bei den Pooths doch „quasi zur Familie gehört“ und sich ganz und gar auf das Promi-Paar und dessen Kind konzentriert habe.
„Hochstilisiert“, winkte der Pooth-Anwalt gestern ab. Der Bodyguard sei im Interview nicht zu erkennen gewesen – und außerdem schon seit Anfang 2008 nicht mehr im Hause Pooth. Auch hätten Franjo und Verona abwechselnd stets mehrere Leibwächter gehabt, so dass ein Rückschluss auf den klagenden Personenschützer unmöglich sei. Ob das Gericht den Fall nach der gestrigen Verhandlung anders bewertet oder ob es beim Maulkorb für Franjo Pooth bleibt, wird am 1.Oktober verkündet.
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