Flughafen: Ferienstart mit Rekordzahlen
zuletzt aktualisiert: 20.07.2010 - 07:29Düsseldorf (RPO). Das erste Ferienwochenende in Nordrhein-Westfalen ist, wie erwartet, zur Bewährungsprobe für den Flughafen geworden. Wie erwartet, war der Freitag – der erste Ferientag – am stärksten gebucht. 70.000 Menschen starteten ab Düsseldorf in die Ferien oder kamen zurück.
Insgesamt zählte man allein an diesem Tag 710 Starts und Landungen. Bis einschließlich Montag setzte sich das Gedränge am Boden und in der Luft fort: Man zählte bis gestern Abend 315.000 Passagiere, verteilt auf 3100 Starts und Landungen. Damit dürfte dieses Wochenende das bisher turbulenteste dieses Jahres sein. Vergleichbaren Andrang wird es in zwei und in drei Wochen geben, wenn die erste große Welle zurückschwappt, und die zweite sich auf den Weg macht.
Nennenswerte Störungen gab es nach Angaben eines Sprechers in den vergangenen drei Tagen kaum. Ein Streik der griechischen Fluglotsen machte sich kaum bemerkbar, allerdings kam es zu Verspätungen, als die Flugsicherung im hessischen Langen personelle Probleme überbrücken musste. Die Folge waren mehrere Landungen nach 23 Uhr, was umgehend zu mehreren Protesten aus umliegenden Gemeinden führte. Dort wird seit langem kritisiert, dass die Zahl der nächtlichen Starts und Landungen zunehme und das eigentlich geltende Nachtflugverbot ausgehöhlt werde. Der Flughafen bestreitet das und verweist auf Probleme der Flugsicherung. Unter dem früheren Verkehrsminister Lutz Lienenkämper (CDU) war veranlasst worden, dass sämtliche Nachtflüge auf der Internetseite des Flughafens veröffentlicht werden.
Auf heftigen Protest ist auch die Ankündigung gestoßen, dass man wegen Wartungsarbeiten am Wochenende die Nordbahn werde nutzen müssen. Die Bürgerinitiativen im unmittelbaren Umfeld des Flughafens argwöhnten, auf diese Weise wolle man die Kapazitäten an diesen besonders verkehrsreichen Tagen nach oben fahren.
Ein Flughafensprecher dementierte dies gestern nochmals: Die Deutsche Flugsicherung habe ausgerechnet an diesem Wochenende angekündigt, das automatische Landesystem (ILS) testen und warten zu wollen. Das sei auch geschehen. Der Flughafen selbst habe mit dieser Maßnahme nichts zu tun und auch nicht die Entscheidung zu verantworten, zeitweise die Nordbahn zu nutzen.
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