Unterbach: Feuerwehrleute proben den Ernstfall
zuletzt aktualisiert: 28.04.2008 - 12:06Düsseldorf (RPO). Schläuche schleppen, Leitern steigen - und Wasser marsch! Am Samstag probten die Freiwilligen Feuerwehren der Stadt in Unterbach den Ernstfall. Es ging um den jährlichen Leistungsnachweis der Freiwilligen Feuerwehren.
Mit Atemschutzmasken rannte ein Teil der je sechsköpfigen Einsatzgruppen über den Hof des Rewe-Supermarktes, um an den fiktiven Brandherd zu gelangen, während der Rest weiter hinten die Wasserversorgung aus einem offenen Gewässer mit einer Pumpe sicherte. Die vorderen Feuerwehrleute mussten dabei auf ein sechs Meter hohes Gerüst klettern. Der Grund: Schließlich brennt es nicht immer nur im Erdgeschoss. Eindeutiges Erfolgszeichen: Pfützen auf dem Asphalt. Für kleine Fehler gab es Minuspunkte.
Auch Fitness wurde getestet
Im Innenhof der Carl-Sonnenschein-Schule in Unterbach stand ein Sportprogramm an. Die Wehrleute müssten bei einem Staffellauf durch einen Hindernis-Parcour ihre die Fitness beweisen. Zudem mussten die Teilnehmer eine theoretische Prüfung ablegen. „Am Einsatzort muss jeder Handgriff sofort sitzen“, erklärte Martin Smirek von der Berufsfeuerwehr in Flingern, der mit seinen Kollegen die Leistungen begutachtete.
Und was passiert, wenn eine Gruppe die Prüfungen nicht besteht? „Das kommt eigentlich nie vor“, sagt er. „Dafür hat der Leistungsnachweis einen zu hohen Wettkampfcharakter. Wer den nicht schafft, muss sich das von den anderen Wachen das ganze Jahr anhören. Da wird lieber trainiert.“
Neben den Freiwilligen Feuerwehren waren auch neun Gruppen der Jugendfeuerwehr vor Ort. Die Jungen und Mädchen zwischen zwölf und 17 Jahren mussten Ähnliches üben wie die Erwachsenen. Wasser durften sie aus Sicherheitsgründen allerdings noch nicht einsetzen, da die Schläuche unter enormem Druck stehen.
Sieger waren am Ende des Tages die Gruppen der Freiwilligen Feuerwehr aus Kaiserswerth und die Jugendfeuerwehr Hubbelrath.
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