13 Hunde in Quarantäne: Findelhunde suchen neues Zuhause
VON TAMARA HECK - zuletzt aktualisiert: 14.11.2009 - 12:56Düsseldorf (RPO). Vor drei Wochen wurde am Unterbacher See ein Transporter mit 41 Mischlingen aus Spanien gestoppt. Einige befanden sich in beklagenswertem Zustand. 13 Tiere sind immer noch im Tierheim. Einigen Besitzern, die diese Hunde den Händlern abkaufen wollten, dauert die Wartezeit zu lang.
Mit traurigen Augen blickt Golden Retriever Suco durch die Gitterstäbe seines Zwingers und wedelt mit dem Schwanz. Doch alles betteln hilft nichts – Suco muss noch einige Zeit in Quarantäne verbringen und darf noch nicht zu seinem neuen Besitzer. 13 der 41 Hunde, die vor drei Wochen in einem Transporter aus Spanien nach Deutschland kamen, sind zurzeit noch im Clara-Vahrenholz-Tierheim in Rath. Bis Ende des Jahres sollen alle den neuen Besitzern übergeben werden. Einigen ist diese Wartezeit zu lang, sie wollen die Hunde nicht mehr.
Nicht ausreichend geimpft
Vor drei Wochen stoppten städtische Tierärzte und der Ordnungs- und Servicedienst (OSD) auf einem Parkplatz am Unterbacher See einen Tiertransporter. 41 Hunde aus Spanien sollten dort ihren neuen Besitzern übergeben werden. Die Tiere wurden in engen Boxen transportiert, hatten mindestens zwei Tage keinen Auslauf und mussten in ihrem eigenen Kot und Urin ausharren. Der gesundheitlichen Zustand der Hunde waren dementsprechend schlecht. Zudem haben die Verantwortlichen gegen zahlreiche Tierschutzgesetze verstoßen. Somit übernahm das Veterinäramt die Hunde und brachte sie im Tierheim in Düsseldorf-Rath unter.
Den Hunden geht es inzwischen wieder besser,. Die Tiere, denen die Pfleger Namen gegeben habe, wurden auf Erkrankungen untersucht: „Sie bekamen Wurmkuren und Mittel gegen Flöhe, die sich im engen Transporter auf fast alle Hunde ausgebreitet hatten“, sagt Frank Gassmann, stellvertretender Tierheimleiter. 28 Hunde sind bereits wieder gesund und konnten ihren Besitzern übergeben werden. 13 Tiere müssen noch im Tierheim bleiben – darunter vier Welpen. Sie waren bei der Ankunft noch viel zu jung und hatten keine ausreichende Tollwut-Impfung.
„Wir mussten sie nachimpfen, da Hunde erst mit frühestens zwölf Wochen geimpft werden sollen“, sagt Peter Steinbüchel, Leiter des Amtes für Verbraucherschutz. Nach dieser Schutzimpfung müssen die Tiere 21 Tage in Quarantäne bleiben. Die Welpen dürfen also erst an Weihnachten neuen Besitzern übergeben werden. Auch neun ältere Hunde mussten nachgeimpft werden und sind ebenfalls noch in Quarantäne in einem separaten Bereich des Tierheims. Er ist für Besucher nicht zugänglich.
Die Quarantäne, die aus tierschutzrechtlichen Gründen zwingend notwendig ist, dauert manchen jedoch zu lange. Einige Organisationen, die den Tierhändlern gleich mehrere Hunde abkaufen wollten, nehmen die Mischlinge deshalb doch nicht auf. Gassmann ist dennoch zuversichtlich, auch für die letzten 13 Hunde einen neuen Besitzer zu finden. Für Suco und seine Artgenossen aus Spanien heißt es nun warten – und wer weiß, vielleicht verbringen sie Weihnachten ja schon im neuen Zuhause.
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