Kö-Gastronom gibt auf: Finito: Palmieri schließt seine Piazza
VON HANS ONKELBACH - zuletzt aktualisiert: 14.07.2005 - 22:16Düsseldorf (dto). Harte Zeiten herrschen in der Gastronomie, und nun hat es auch einen erwischt, der vielen als unverwüstlich galt: Lino Palmieri musste Anfang Juli seine 'Piazza Palmieri' in der Trinkauspassage schließen. Auch eine Kö-Pizza (mit Hummer) hatte es nicht mehr vermocht, neue Kunden in das Restaurant zu locken.
Berti Vogts feierte damals bei ihm (übrigens gemeinsam mit Lothar Emmerich!) seinen Wechsel vom Jugend- zum Bundestrainer, Heino kam immer wieder gerne mal rein, Muskel-Mann Ralf Möller („Gladiator“) tankte bei ihm Kraft spendende Kohlehydrate fürs Düsseldorfer Nachtleben - aber jetzt ist es aus: Lino Palmieri, legendärerer italienischer Koch in Düsseldorf, hat Anfang Juli seine Piazza Palmieri in der Trinkauspassage geschlossen. Schon seit einigen Monaten klagte er über hohe Kosten und zu wenig Umsatz, hat noch versucht, mit seiner Kö-Pizza (mit Hummer) neue Kunden zu locken - vergeblich. Palmieri: „Die Baustelle Breidenbacher Hof schreckt viele Leute, ich habe kaum noch Laufkundschaft von der Breite Straße!“ Dort ist wegen der Abrissarbeiten der Bürgersteig gesperrt, der zur Passage führt.
1971 kam der aus der Nähe von Positano stammende Palmieri nach Düsseldorf, und hatte bald mit seinem Restaurant Amalfi einen festen Platz in den Top-Listen hiesiger Restaurants. Aber populär wurde der kreative Koch mit seiner Salumeria an der Grabenstraße: Im Stil einer italienischen Enoteca konnte man dort einkaufen und nebenbei eine Kleinigkeit essen. Das schicke Düsseldorf war begeistert. Dann kam die Piazza in der Passage hinzu, die vor allem mittags gut lief. Aber wie für die meisten anderen Gastronomen wurde auch für Lino die Zeit härter. Zuerst schloss er Amalfi, dann die Salumeria, und nun die Piazza.
Aber der Mann gibt nicht auf: In den Räumen des früheren Amalfis (Ulmenstraße), die er immer noch gemietet hat, will er nun ein neues Restaurant eröffnen. Name: Teatro la Fenice - Fenice ist der italienische Name für Phönix, der Vogel, der sich immer wieder aus der Asche neu erhebt. Eröffnung in vier bis sechs Wochen.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum





