"Le Quartier Central" statt Güterbahnhof: Französisches Flair inmitten der Stadt
zuletzt aktualisiert: 26.03.2007 - 18:08Die Bahn-Immobilientochter Aurelis hat ihr Konzept für das brach liegende Gelände am Güterbahnhof Derendorf vorgestellt. "Le Quartier Central" soll französisches Flair verbreiten, jetzt werden Investoren gesucht.
Ein Stück Frankreich mitten in Düsseldorf – der ehemalige Güterbahnhof Derendorf soll zu „Le Quartier Central“ umgebaut werden. Mit dem Projekt soll der Rahmen „eines völlig neuen Stadtteils in Düsseldorf“ vorgegeben werden, sagt Dieter Ullsperger, Geschäftsführer der Bahn-Immobilientochter Aurelis bei der Vorstellung des Konzepts.
Dort, wo früher Güterzüge durch die Stadt rollten, sollen künftig Häuser und Cafés mit französichem Flair entstehen, große Grünflächen sollen zum Erholen einladen. Dazu werden unter anderem 1.200 Bäume auf dem insgesamt 350.000 Quadratmeter großen Gelände zwischen Düsseltal und Pempelfort gepflanzt. Ingesamt wird fast ein Viertel der Gesamtfläche begrünt, so dass ein neuer Stadtpark entsteht. Neben der geplanten Wohnfläche, für die 78.000 Quadratmeter vorgesehen sind, sollen auf 60.000 Quadratmetern Büro- und Dienstleistungsflächen entstehen.
„Ein Stadtquartier mit französichem Flair“ gehört nach Meinung von Oberbürgermeister Joachim Erwin „unbedingt nach Düsseldorf“. Dadurch werde die Schneise zwischen den Stadtteilen Pempelfort, Derendorf, Düsseltal und Zooviertel geschlossen.
Bei Aurelis rechnet man damit, dass noch in diesem Jahr mit ersten Bauabschnitten des Stadtgartens begonnen wird. Ziel sei es, „ein unverwechselbares, kreativ gestaltetes und hochattraktives Quartier zu schaffen“, so Ullsperger, „in dem sich die Menschen, die künftig hier leben und arbeiten, wohl fühlen“. Dass man dabei ausgerechnet auf französiches Flair setze, sei kein Zufall. Schon Napoleon sei „nur ein paar Minuten von hier entfernt“ durch das Ratinger Tor gezogen, erinnert Ullsperger, zudem würden fast 3.000 Franzosen in der Stadt leben und arbeiten.
Insgesamt ist das ganze Gebiet in sechs Teilabschnitte gegliedert. Während im Süden des Geländes bereits einige Häuser gebaut wurden – zwei Drittel der Gebäude in diesem ersten Bauabschnitt sind schon verkauft -, werden nun für den Bereich „C“ zwischen den Brücken „Franklinstraße“ und „Jülicher Straße“ Investoren gesucht. 800 Wohnungen können dort nach Auskunft von Aurelis entstehen. Außerdem ist dort ein Gedenkort geplant, der auf 1.000 Quadratmetern an die Judendeportationen in der Zeit des Nationalsozialismus erinnert.
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