Podiumsdiskussion: Freiräume und Regeln an Privatschulen
zuletzt aktualisiert: 19.04.2005 - 11:26Düsseldorf (dto). Im Zeichen des schlechten Abschneidens der deutschen Schüler bei der Pisa-Studie erleben die allgemein bildenden Privatschulen einen Aufschwung, sind aber dennoch ständig in der Diskussion. Am Dienstag, den 26. April 2005, findet von 18 bis 20 Uhr im Café „Les Halles“ eine Podiumsdiskussion mit Bildungspolitikern aller Landtagsfraktionen statt. In der Diskussion mit den Landtagsabgeordneten wird es um die Freiräume privater Schulen gehen sowie um die Kosten dieser Schulform.
Neben dem öffentlichen (= staatlichen) Schulsystem bestehen in der Bundesrepublik Deutschland aus sehr langer Tradition heraus auch eine ganze Reihe von privaten Schulen. Gerade in Nordrhein-Westfalen existieren zahlreiche konfessionell, weltanschaulich oder durch besondere pädagogische Interessen geprägte Privatschulen. Dabei handelt es sich einerseits um Ergänzungsschulen wie etwa Sprachenschulen oder die japanische Schule, die das staatliche Schulangebot ergänzen und andererseits um Ersatzschulen, die die öffentliche Schule ersetzten.
Speziell im Regierungsbezirk Düsseldorf mit seinen industriellen Ballungsgebieten an Rhein und Ruhr, aber auch in seinen ländlich geprägten Regionen sind private Schulen (fast) flächendeckend vorhanden. 21 ersetzende Privatschulen gibt es in Düsseldorf, darunter vier Gymnasien, zwei Sonderschulen, drei Grundschulen, ein Weiterbildungskolleg, drei Gesamtschulen, eine Waldorfschule und sieben Berufsschulen.
Die Diskussion am Dienstag soll mit den bildungspolitischen Sprechern der Landtagsfraktionen geführt werden. Vor den Landtagswahlen in Nordrhein-Westfalen am 22. Mai 2005 sollen Wähler erfahren, wofür die einzelnen Parteien bei dem zentralen Thema Bildung stehen. Mit Manfred Degen (SPD), Ewald Groth (Bündnis 90/Die Grünen), Hans-Martin Schlebusch (CDU) und Ralf Witzel (FDP) wird es unter anderem um die Freiräume für Schulen in freier Trägerschaft gehen, damit Lehr- und Unterrichtsmethoden, Lehrinhalte und die Organisation des Unterrichts auch abweichend von den Vorschriften für die staatlichen Schulen verwirklicht werden können.
Außerdem soll über die wirklichen Kosten der Schüler aller Schulformen im staatlichen Bereich gesprochen werden, denn an diesen Kosten orientiert sich der an die Privatschulen zu zahlende Finanzzuschuss. Die Veranstaltung ist öffentlich, der Eintritt frei.
Podiumsdiskussion am 26. April um 18 Uhr im „Les Halles“, Schirmerstraße 54.
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