Lauftreff: Rennbahn als Mekka der Cross-Läufer
VON FALK JANNING - zuletzt aktualisiert: 09.03.2004 - 13:32Die Sportstadt Düsseldorf muss punkten, um im Gespräch zu bleiben. Mit einer neuen Attraktion hat sie sich für den Wettkampf um einen guten Platz in der Sportwelt gerüstet. Zum Silvestertag 2001 hatten der Polizei Sportverein (PSV) und der Düsseldorfer Rennverein Langstreckenläufer erstmalig zu einem Crosslauf auf die Grafenberger Rennbahn eingeladen.
Und die äußeren Bedingungen waren bei der Premiere wirklich perfekt. Temperaturen um den Gefrierpunkt, strahlender Sonnenschein und in der Galopprennbahn eine Veranstaltungsstätte, die schon Crosslauf-Geschichte geschrieben hat. Hier wurde Detlev Uhlemann (LG Jägermeister Bonn) 1977 Bronzemedaillengewinner bei der Cross-Weltmeisterschaft. Beim Silvestercross versuchten alle, Uhlemann nachzueifern, und dass, obwohl die Strecke von Lauf zu Lauf schwerer wurde. Waren bei den Bambini die einzelnen Abschnitte noch gefroren und relativ leicht zu laufen, war der Boden beim Hauptlauf schon tief und schwer.
Der im Polizeisportverein um den Vorsitzenden Georg Schimmelpfennig hatte schon seit Jahren einen Silvester-Crosslauf auf seinem Gelände an der Ernst-Poensgen-Allee am Fuß des Grafenberger Waldes organisiert. Weil aber die Laufbahn nicht mehr zur Verfügung stand, suchte er einen anderen Austragungsort. Für den Leiter der Bezirksverwaltungsstelle des Stadtbezirks Gerresheim/Grafenberg, Siegfried Pietzka (selbst ein passionierter Läufer), war es nicht abwegig, die Rennbahn ins Gespräch zu bringen. Denn bereits 1977 trafen sich dort Cross-Spezialisten zu ihrer Weltmeisterschaft, auch damals auf Einladung der Stadt. Und der Deutsche Leichtathletik-Verband (DLV) hat bereits signalisiert, 2006 die Cross-Weltmeisterschaft wieder in der Landeshauptstadt auszutragen.
Der Silvesterlauf 2001 als genehmigter Volkslauf mit mindestens tausend Teilnehmern bereits im offiziellen DLV-Kalender eingetragen - war eine Art Generalprobe. Und die Organisatoren bestanden sie überzeugend. Bisher reicht das Einzugsgebiet des Silvester-Cross bereits von Aachen bis Bad Godesberg, vom Sauerland bis ins Ruhrgebiet. Die Voraussetzungen für einen interessanten Lauf und für eine reibungslose Organisation sind an der Rennbahn auch besonders günstig: Für die Athleten ist die Rennbahn-Strecke schön in die Landschaft eingebettet.
Angeboten werden können Läufe verschiedener Länge: Acht Kilometer für Erwachsene, zwei und drei Kilometer für Jugendliche. Die Sieger können zweifelsfrei ermittelt werden dank der Zielfotos, die auf der Rennbahn geschossen werden können. Und Zuschauer können den Lauf von der Tribüne der Rennbahn aus komfortabel verfolgen.
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