Foto: RPO/Susanne Kleybrink
Wer schon immern einmal wissen wollte, wem eigentlich die bekannte Stein-, Jacobi- oder Rethelstraße ihren Namen zu verdanken hat, der sollte einen Ausflug zum Golzheimer Friedhof unternehmen. Johann Freidrich Benzenberg verstarb 1846 in Bilk. Kurz vor seinem Tod errichtete der große Physiker dort eine private Sternwarte, die er der Stadt vermachte.
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Unter den rund 350 erhaltenen Gräbern befinden sich die Ruhestätten vieler berühmter Düsseldorfer Persönlichkeiten.
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In der Nähe des Haupteingangs auf dem nördlichen Teil befindet sich das Grab des bekannten Dichters Karl Immermann.
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Der Nachlass des 1840 in Düsseldorf verstorbenen Schriftstellers befindet sich heute unter anderem im Heinrich-Heine-Institut in Düsseldorf.
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Viele Grabsteine sind von Efeuranken umschlungen. In den rund 200 Jahren sind Architektur und Natur eins geworden.
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Einige Grabsteine sind vollständig umwuchert.
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Unter dieser Grabplatte ruht Friedrich Wilhelm von Schadow. Der Namensgeber der Schadow-Arkaden war seit 1826 Direktor der Düsseldorfer Kunstakademie und Mitbegründer der "Düsseldorfer Malerschule".
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Auf dem nördlichen Friedhof befindet sich das Grab von Anna Maria Schadow.
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Seit den 1980er Jahren steht der Golzheimer Friedhof unter Denkmalschutz.
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Manche Inschriften sind kaum noch zu entziffern.
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Das Grab von Friederieke Jacobi. Der Philosoph und Dichter Friedrich Heinrich Jacobi unterhielt Ende des 18. Jahrhunderts auf seinem Landgut Pempelfort für viele Jahre einen Treffpunkt für politisch und literarisch Interessierte.
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Hinter dichtem Grün verbirgt sich eine interessante Entdeckung: Das Grab eines Feuerwehrmannes, der 1883 im jungen Alter von 29 Jahren "als Opfer seines Berufs" gestorben ist. Die plastische Darstellung des Feuerwehrhelmes hat sich gut erhalten.
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Unter diesem monumentalen Grabmal ruht die Familie Breidenbach.
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Viele Gräber sind mit plastischen Darstellungen geschmückt. Häufig handelt es sich um Symbole, die der antiken Bildwelt entsprechen.
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Mit einer Rose wird der Maler Karl Schwesig geehrt. Er hat die Inhaftierung in das Konzentrationslager bei Limoges überlebt.
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Sehenswert ist auch die Grabstätte von Alexander Meinardus.
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Ein kleines Marmorrelief zeigt sein Porträt.
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"Dem Gottseligen Biedern
Kunsterfahrenen Manne,
Herrn Anton Schnitzler,
Geb. zu Glehn 21. Febr.
1756 Baumeister seit 1778
Gebstorben Zu Düsseldorf 8. Mai 1828"
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Der Architekt Anton Schnitzler baute unter anderem das Schulgebäude in der Citadellstrasse.
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Fast vollständig von Moos bewachsen, lässt sich nur noch schwer bestimmen, wer unter diesen Grabplatten ruht.
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Im südlichen Teil des Friedhofs wurde dem Gartenarchitekt Max Weyhe ein Ehrengrab errichtet. Ihm verdankt die Friedhofsanlage seine Gestalt, die bis heute weitestgehend erhalten geblieben ist.
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"Die Zeit ist abgelaufen". Stundengläser weisen seit jeher auf die Vergänglichkeit hin.
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An diesem Kreuz wurden die Efeuranken plastisch nachgeahmt.
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Das Grabmal von Carl Luckemeyer, Vater von Mathilde Wesendonck. Die Schriftstellerin war auch Geliebte von Richard Wagner.
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