Stadt kontrolliert Straßen: Frost hinterlässt Schlaglöcher
VON HANS ONKELBACH - zuletzt aktualisiert: 15.01.2009 - 07:15Düsseldorf (RPO). Die 1200 Kilometer Düsseldorfer Straßen werden ab sofort von so genannten Kontrollgängern unter die Lupe genommen. Sie suchen und melden Frostschäden, die bald beseitigt werden. Anlieger müssen dafür nichts zahlen.
Der Schnee schmilzt, das Eis taut weg – und nun werden die Schäden sichtbar, die der Frost der vergangenen zehn Tage angerichtet hat: Schlaglöcher. Quer durchs Stadtgebiet zeigt sich, dass eindringendes Wasser, das bei der Kälte gefroren ist, enorme Zerstörungskraft entwickelt. Aber diese Schäden werden behoben, und zwar schon bald, verspricht das Rathaus.
Denn dort hat man sich seit Tagen auf die Folgen des Wintereinbruchs vorbereitet, sagt Andrea Blome, die Leiterin des Amtes für Verkehrsmanagement.
Allerdings bittet sie die Düsseldorfer um ein bisschen Geduld. Denn es werden jetzt nicht heute oder morgen Reparaturtrupps ausrücken, um die Löcher im Asphalt zu flicken. Dafür ist es nämlich immer noch zu kalt und auch zu feucht, sagen Fachleute wie Rolf Sander, der Leiter der Straßenbauabteilung im Amt für Verkehrsmanagement. Man weiß bis jetzt auch noch nicht, wie groß die Schäden sind. Die Experten glauben aber nicht, dass es an irgendeiner Stelle besonders gravierende Probleme gibt. Kontrollgänger werden in den nächsten Tagen die Straßen abgehen und Schäden auflisten.
In der Verwaltung gibt es allerdings bereits eine Liste von Straßen, auf denen die Frostschäden schon unübersehbar sind. Dazu gehören beispielsweise im Bereich der Innenstadt die Marken-, Ronsdorfer-, Schmiede-, Albert-, Erkrather-, Mettmanner-, Dorotheen-, Brehm-, Kölner- und die Lacombletstraße. Dort behindern teils gewaltige Schlaglöcher den Verkehr.
Der Frost steckt derzeit bis zu 30 Zentimeter tief im Boden und ist noch längst nicht komplett verschwunden, daher kann durch Tauwetter entstehendes Wasser nicht abfließen. Das jedoch stoppt jede Reparatur, weil die Verbindung von neuem Asphalt und vorhandenem Material durch das Wasser verhindert wird.
Insgesamt jedoch war die gerade zu Ende gehende lange Frostperiode für die Straßen nicht so problematisch wie ein Auf und Ab der Temperaturen gewesen wäre.
Dann nämlich läuft tagsüber entstehendes Tauwasser in die Straßenschicht, das nach unten wegen der gefrorenen Schichten nicht abfließen kann. Nachts gefriert das Wasser wieder, und schon entstehen neue Schäden, weil Eis mehr Volumen hat als Wasser, also den Straßenbelag sprengt.
Für die Anlieger ist der Reparaturservice übrigens kostenfrei, hieß es gestern im Rathaus. Die Reparaturarbeiten werden im Rahmen der Verkehrssicherheitspflicht umgesetzt, zu der die Kommune gesetzlich verpflichtet ist.
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