Prinzengarde Blau-Weiss feiert: Gala-Ball mit Bernhard Paul und Heino
VON LINA UNTERBÖRSCH - zuletzt aktualisiert: 15.02.2009 - 15:34Große Lüster spenden luxuriöse Atmosphäre, es gibt bestes Essen, Wein, schöne Frauen in langer Ballrobe und Männer in dunklen Anzügen. Charity-Lady Ute Ohoven ist da, Oberbürgermeister Dirk Elbers mit seiner Frau Astrid, Prinz und Venetia, doch irgendwie wollte der Funke nicht überspringen. Da musste erst einer kommen: Heino. Als Deutschlands bekanntester Schlagersänger auftaucht, kocht der Saal.
Für ihre glanzvolle Feier hatte sich die Prinzengarde Blau-Weiss, die Leibgarde der Venetia, im Luxus-Hotel Maritim am Flughafen eingemietet. Rund 750 Gäste fanden den Weg zur „Gala-Nacht in Blau und Weiss“. Darunter befanden sich prominente Gesichter wie die von Charity-Lady und UNESCO-Sonderbotschafterin Ute Ohoven, US-Generalkonsul Matthew G. Boyse, Oberbürgermeister Dirk Elbers, dem Präsidenten des Comitee Düsseldorfer Carneval, Engelbert Oxenfort, und natürlich Prinz Lothar I. mit seiner Venetia Ute.
Nach ihrem Einzug bedankt sich die Venetia bei ihrer Leibgarde und sagt: „Blau-Weiss ist mir sehr ans Herz gewachsen. Wann immer ich auf der Straße blau gekleidete Menschen sehe, denke ich, es ist einer von euch."
Bernhard Paul erhält die "Goldene Pritsche"
Besonderer Höhepunkt des Abends: Die Verleihung der Goldenen Pritsche. Diese karnevalistische Ehrung wird seit 1984 Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens gewidmet, die sich „Humor, Fröhlichkeit und Mutterwitz bewahrt und so gegen ‚Griesgram und Muckentum’ angekämpft haben.“ Bisherige Amtsträger etwa waren Altbundespräsident Walter Scheel, Franz Josef Strauß oder Rainer Calmund.
In diese illustre Runde konnte sich in diesem Jahr ein weiterer Humor-Bewahrer einreihen: Bernhard Paul. „Ihm ist es gelungen, Millionen Menschen in guten wie in schwierigen Zeiten Freude und Träume zu schenken“, betonte der Präsident der Prinzengarde Blau-Weiss, Dr. Udo Heinrich, bei der Verleihung der Goldenen Pritsche. Paul ist zusammen mit André Heller Begründer des Circus Roncalli und außerdem bekannt als Clown „Zippo“.
Mit Düsseldorf sei Bernhard Paul in besonderer Weise durch die Gründung des Apollo-Varieté vor elf Jahren verbunden, betonte OB Dirk Elbers bei seiner Ansprache in Vertretung seines verstorbenen Amtsvorgängers Joachim Erwin, der als letzte Persönlichkeit die Goldene Pritsche im Jahr 2007 verliehen bekommen hatte.
Die Prinzenkappe blieb unten
Die etwas trockene Rede des Oberbürgermeisters erwiderte Bernhard Paul nur kurz und bündig. Mit der Prinzenkappe unterm Arm und der extra für ihn in blau angefertigten Nase unterm Kinn hieß seine Botschaft an diesem Abend: „Mit positivem Denken kann man viel erreichen“ – und verschwand kurz darauf wieder im Publikum. Dafür schickte er eine Nummer aus dem aktuellen Programm des Apollos, die „Curatola-Brothers“, die weltweit zu den besten Hand-auf-Hand-Akrobaten zählen. Blau-Weiss-Präsident Heinrich erntete hinterher viel Applaus bei dem Versuch, zumindest einmal einen Handstand auf der Bühne zu probieren.
Trotz der prominenten Besetzung und der weiteren Programmpunkte wie der eigenen Tanzgarde, die zu Musik von Michael Jackson ein eher beschauliches Repertoire zum Besten gaben, wollte die Gala-Nacht noch nicht so ganz in Schwung kommen. Das änderte sich jedoch schlagartig, als der musikalische Stargast des Abends, Heino, auf die Bühne kam.
Heino wird Ehrenmitglied
Der gebürtige Düsseldorfer kam, ganz in blau und weiß gekleidet, und holte die Ballgesellschaft von den Stühlen. Binnen kurzem standen hier kreischende Frauen an der Bühne und wollten ihm unbedingt die Hand schüteln, von der Tribüne skandierten die jüngeren Gäste „Heino! Heino!“. „Karamba, Karacho, ein Whisky“, „Blau blüht der Enzian“ oder „Sierra Madre“ – irgendwie konnte, ob Fan oder nicht, plötzlich jeder mitsingen.
Als Dank wurde Heino von Präsident Heinrich zum Ehrenmitglied der Prinzengarde Blau-Weiss ernannt. Anders als Bernhard Paul ließ der Sänger es sich nicht nehmen, die Prinzenkappe auf dem Kopf zu behalten – und dazu noch das Lieblingsmedley seiner Frau Hannelore zu singen, die ebenfalls mit im Publikum saß.
Als er sich schließlich nach einer knappen Stunde von der Bühne verabschiedete, konnten die ausgelassenen Gäste noch bis in den Morgen weiterfeiern. Ein voller Erfolg für den Veranstalter.
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