Müllabfuhr, Straßenreinigung, Abwasser: Gebühren bleiben 2010 stabil
VON MICHAEL BROCKERHOFF - zuletzt aktualisiert: 28.12.2009 - 07:58Düsseldorf (RPO). Weitere Kosten für Müllabfuhr, Straßenreinigung, Abwasser und Energie bleiben den Bürgern zum Jahreswechsel erspart. Nur Erdgas wird etwas teurer, in einigen Monaten steigen wahrscheinlich auch die Preise für VRR-Tickets.
Die Gebühren für Müll, Straßenreinigung und auch für Abwasser bleiben stabil. Die Politiker sind froh, dass sie den Düsseldorfern diese gute Botschaft bringen können. "Damit hat sich die Umstellung auf ein neues Berechnungssystem bei der Müllabfuhr offensichtlich dauerhaft bewährt", sagte CDU-Ratsherr Rüdiger Gutt, Vorsitzender des Ratsausschusses für Öffentliche Einrichtungen. Denn bereits im zweiten Jahr in Folge bleiben die Entgelte unverändert.
Während sich bei Müll und Straßenreinigung Aus- und Eingaben die Waage halten, fließen jedoch fast fünf Millionen Euro weniger in die Kassen der Stadtentwässerung. Denn der Wasserverbrauch sinkt ständig und damit auch die Menge des Abwassers. Doch die Mindereinnahmen werden nicht durch höhere Gebühren ausgeglichen, sondern durch Einsparungen in anderen Bereichen der stadtentwässerungen sowie durch das Anzapfen der Rücklagen.
Klimaschutz wird sogar noch belohnt. Wer ein Dach bepflanzt hat, braucht nämlich ab 2010 für diese Fläche nur noch die Hälfte der Gebühren für Regenentwässerung zu zahlen. "Das ist eine Anerkennung für das besondere Bemühen, durch Grünflächen auf Dächern ein ausgeglichenes Klima in der Stadt zu unterstützen", sagte Umweltamtsleiter Werner Görtz.
Strompreise vorerst stabil
Düsseldorf steht im Vergleich zu anderen Städten der Region gut da. Krefeld musste die Müllgebühren jetzt um mehr als acht Prozent erhöhen. In Duisburg dagegen blieben die Preise stabil. In Mönchengladbach sind die Müllgebühren vergleichsweise hoch. Die Kommunalpolitiker hatten zum Jahresbeginn auf eine Senkung gehofft, doch das hat sich zerschlagen.
Große Kostensprünge sind auch bei den Energiepreisen nicht zu erwarten. Zwar erhöhen die Stadtwerke die Gaspreise ab Januar um drei Prozent. Das gilt aber nur für den Tarif der Grundversorgung. Zudem hatte das Versorgungsunternehmen den Gaspreis nach einem Höchststand in 2008 im vergangenen Jahr um etwa ein Viertel gesenkt. Weitere Erhöhungen seien in den kommenden Monaten nicht geplant, erklärte Stadtwerke-Sprecherin Christina Näckel.
Auch die Strompreise bleiben vorerst stabil, Überlegungen für eine Erhöhung in den nächsten Monaten gebe es nicht, so Näckel. Allerdings könne die mittelfristige Entwicklung auf dem Energiemarkt zu einem späteren Zeitpunkt Preisänderungen nötig machen.
Die Fahrten mit Bus und Bahn werden ebenfalls zu beginn des Jahres nicht teurer. "Allerdings ist mit einer Anpassung im letzten Drittel des Jahres zu rechnen", sagte Rheinbahnsprecher Georg Schumacher. Darüber werde der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) entscheiden, wenn die Betriebsergebnisse der Unternehmen vorliegen würden. Schumacher rechnet aber damit, dass die Erhöhung maßvoll ausfallen wird.
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