Theaterleute kamen vor 100 Jahren in die Stadt: Gedenken an Louise Dumont und Gustav Lindemann
zuletzt aktualisiert: 24.11.2004 - 17:29Düsseldorf (dto). Vor 100 Jahren begannen Louise Dumont und Gustav Lindemann ihre gemeinsame Theaterarbeit in Düsseldorf. An dieses Ereignis wollen Anna Badora (Intendantin des Düsseldorfer Schauspielhauses), Alla Pfeffer (Vorsitzende des Verbandes Deutscher Schriftsteller, NRW Düsseldorf/Neuss) und Anne Blankenberg vom Theatermuseum am Donnerstag mit einer Kranzniederlegung auf dem Nordfriedhof erinnern.
Schon 1903 hatten Louise Dumont und Gustav Lindemann bei einem Gastspiel in Weimar den Entschluss gefasst, ein eigenes Theater zu gründen. Nach dem Scheitern ihrer Pläne für die Städte Weimar und Darmstadt wählten sie den Standort Düsseldorf - nicht zuletzt wegen der Nähe zum bevölkerungsreichen Ruhrgebiet. Außerdem bot die Stadt Düsseldorf den beiden Theaterleuten Baugrund für ihr Theater: Das ursprüngliche Kasernengelände (zwischen Kasernenstraße und Königsallee) stand nach Abzug des Militärs zur Bebauung frei.
Der engagierte Oberbürgermeister Marx zeigte großes Interesse an dem Plan, neben dem bereits bestehenden Stadttheater - dem heutigen Opernhaus - ein weiteres Theater in seiner Stadt errichten zu lassen. Mit kunstfreudigen Düsseldorfer Bürgern gründete er die Schauspielhausgesellschaft, die mit Louise Dumont und Gustav Lindemann Eigentümer des Schauspielhauses Düsseldorf wurden.
Im Dezember 1904 wurde der Grundstein gelegt, und nach weniger als einem Jahr war das Theater schlüsselfertig. Schon am 28. Oktober 1905 begann der Spielbetrieb. Das 100. Jubiläum dieses Ereignisses wird das Theatermuseum im Herbst 2005 zum Anlass nehmen, dem Thema ein großes Ausstellungsprojekt zu widmen.
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