Großbrand von 1960: Gedenken an tote Feuerwehrmänner
zuletzt aktualisiert: 11.04.2010 - 10:19Düsseldorf (RPO). Drei Berufsfeuerwehrleute kamen am 11. April 1960 bei einem Großbrand der Firma Jagenberg ums Leben. Der Gedenktag jährt sich am Sonntag, 11. April, zum 50. Mal. Dazu wurde auf Initiative des Personalrates der Feuerwehr eine Gedenktafel im Foyer der Feuerwehrleitstelle an der Hüttenstraße aufgehängt.
Außerdem wurde ein Buch mit allen im Dienst verstorbenen Berufsfeuerwehrleuten seit der Gründung der Berufsfeuerwehr Düsseldorf im Mai 1872 in einer Vitrine ausgelegt.
Das Feuer bei der Firma Jagenberg war am 11. April 1960 um 2.49 Uhr entdeckt worden und bei der Hauptnachrichtenzentrale, so nannte man zu dieser Zeit die Leitstelle, der Feuerwehr gemeldet worden. Dunkle, grauschwarze Rauchwolken zogen aus dem 7000 Quadratmeter großen Gebäudekomplex zwischen der Himmelgeister Straße und Ulenbergstraße.
Dort wurde Paraffin in Maschinen zur Imprägnierung von wasserdichten Papierbehältern verarbeitet. Die Dämpfe des Paraffins entzündeten sich explosionsartig und trugen zur Brandausweitung bei. Die drei verunglückten Feuerwehrleute Wilhelm Lampenscherf, Willi Reinert und Eduard Tschense waren vermutlich von einer heißen Stichflamme getroffen und im weiteren Brandverlauf tödlich verletzt worden. Erst in den späten Abendstunden konnte der Brand gelöscht werden.
Auch heute noch sterben pro Jahr in Deutschland zwei bis acht Feuerwehrleute während der Ausübung des Einsatzdienstes. Durch eine konsequent gute Ausbildung (beispielsweise auch in Realbrandübungsanlagen), einer stark veränderten persönlichen Schutzausrüstung für den Feuerwehrdienst (beispielsweise Brandschutzkleidung, die bis 800 Grad über zehn Sekunden stichflammenresistent ist) und moderne Einsatzgeräte ist die Zahl seit Ende der 1990er-Jahre rückläufig.
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