Düsseldorf rüstet sich: Gefährliche Blauzungenkrankheit ausgebrochen
zuletzt aktualisiert: 28.10.2008 - 08:37Düsseldorf (RPO). Weil in vier grenznahen Rinder-Betrieben die Blauzungenkrankheit ausgebrochen ist, müssen auch die Verbraucherschutz-Experten der Stadt Düsseldorf reagieren. Die 73 Schaf-, Ziegen- und Rinderhalter, die es in der Stadt gibt, dürfen die Tiere nur mit Einschränkungen transportieren. Es bestehe aber keine Gefahr für Menschen, heißt es in der städtischen Pressemitteilung.
Der Transport von Wiederkäuern zur Schlachtung innerhalb eines Radius von 150 Kilometern um die Bestände, in denen die Krankheit ausgebrochen ist, sei nur möglich, wenn die Tiere gesund seien und eine amtliche Gesundheitsbescheinigung mitgeführt werde.
Wer Zucht- und Nutzrinder transportiert, brauche auf jeden Fall eine Genehmigung. Die Tierseuche wird durch Mücken über große Strecken verbreitet. Deshalb wurde um die betroffenen Betriebe in den Niederlanden eine Schutzzone mit einem Umkreis von 150 Kilometern gebildet. In diesem Radius liegt auch Düsseldorf.
Bei dem festgestellten Erreger Blauzungenkrankheit handelt es sich nach offiziellen Angaben um einen neuen Stamm des Virus, den Serotyp 6. Bisher wurde gegen den bis dahin bekannten Serotyp 8 geimpft – darum können auch bereits geimpfte Tiere an der Blauzungenkrankheit erkranken. Ein Impfstoff gegen den neuen Virustyp gebe es europaweit jedoch noch nicht.
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