Büssow zur Lehrerversorgung: "Geld statt Stellen" hat sich bewährt
zuletzt aktualisiert: 11.05.2005 - 10:57Düsseldorf (dto). „Eine Verschlechterung bei der Lehrerversorgung der Düsseldorfer Schulen wird es auch in Zukunft nicht geben.“ Dies erklärte am Mittwoch Regierungspräsident Jürgen Büssow, der mit seiner Schulaufsicht für die Düsseldorfer Schulen für zweieinhalb Stunden das Gespräch mit den Ratsmitgliedern im Schulausschuss der Landeshauptstadt suchte.
Im zweiten Schulhalbjahr liegt die Lehrerversorgung der Gymnasien in der Landeshauptstadt bei nahezu exakt 100 Prozent des in der einschlägigen Verordnung zum Schulfinanzgesetz enthaltenen Wertes.
In dieser Zahl sind neun Lehrkräfte enthalten, die zum zweiten Schulhalbjahr neu eingestellt wurden. Die Zahl der ausscheidenden Lehrer wurde durch eine gleiche Anzahl von Einstellungen ausgeglichen. Die Schulen in Düsseldorf werden auch weiterhin nur nach fachlichen Kriterien besetzt, das heißt es werden keine Lehrer eingestellt, die nicht mit den geforderten Fächerkombinationen der einzelnen Schulen übereinstimmen.
Die Lehrerversorgung der Düsseldorfer Gymnasien ist damit zurzeit nicht schlechter, sondern um etwa einen Prozentpunkt besser als im Schnitt der Gymnasien im Bezirk und im Land Nordrhein-Westfalen. Auch im Vertretungsbereich schneidet die Stadt Düsseldorf sehr gut ab: Aus dem Programm „Geld statt Stellen“ haben die Gymnasien der Landeshauptstadt doppelt so viel Mittel erhalten, wie ihnen rechnerisch zustand. Um akuten Unterrichtsausfall zu bekämpfen, hat sich das Instrument „Geld statt Stellen“ inzwischen mehr als bewährt.
Andere Vorschläge, wie die einfache Vermehrung von Lehrerstellen, sind nicht nur teurer, sondern auch weniger flexibel, um Ausfällen wirksam und fachspezifisch passend zu begegnen. Zum Angebot der Stadt Düsseldorf, eine Million Euro aus der Stadtkasse für Unterricht an Düsseldorfer Schulen bereitzustellen, sagte Büssow: „Düsseldorf könnte Vorbild werden, Lehrer von Aufgaben zu entlasten, die besser und effektiver von Unterstützungskräften zu erledigen sind.“ Er nannte beispielsweise Tätigkeiten für Assistenten im IT-Bereich oder den Einsatz von Schulsekretärinnen in der Schulverwaltung.
Aber auch außerhalb des Pflichtunterrichts kann das Angebot nützlich sein: bei schulischen Projekten (so im sportlichen Bereich, bei musikalischen Angeboten oder in Theaterprojekten im Nachmittag). Ein breites Betätigungsfeld gibt es ferner bei zusätzlichen Fördermaßnahmen für Kinder mit Lernschwierigkeiten oder für besonders Begabte. Hier sind dem Einfallsreichtum einer Stadt wie Düsseldorf kaum Grenzen gesetzt. Auch die Lernstandserhebungen gehören als innere Schulangelegenheit in die Zuständigkeit des Landes.
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