Leserreaktionen auf gescheiterten Bürgerentscheid: Geldverschwendung oder Denkzettel für Erwin?
zuletzt aktualisiert: 18.02.2008 - 13:17Der Bürgerentscheid, der den Verkauf eines städtischen Grundstücks an die Victoria-Versicherung verhindern sollte, ist gescheitert. Doch auch nach der Niederlage der Bürgerinitiative geht die Diskussion weiter. Die Leserreaktionen reichen von Enttäuschung, Klagen über politisches Desinteresse bis hin zu Lob für OB Erwins Politik und Kritik am Bürgerentscheid als reine Geldverschwendung.
Nur 56.559 Düsseldorfer stimmten mit „Ja”, um den Parkplatz in städtischem Besitz zu halten. 91.501 Ja-Stimmen wären nötig gewesen. Der Gemeindeordnung zufolge müssen nämlich mindestens 20 Prozent aller Wahlberechtigten im Sinne des Bürgerentscheids stimmen. 10.545 Bürger hatten mit Nein gestimmt. Die meisten, mehr als 380.000, aber waren gar nicht zur Abstimmung gegangen. Anlass genug für einige Leser, das fehlende politische Interesse der Düsseldorfer zu beklagen.
Eine weitere Tendenz bei den Leserreaktionen: Weniger der Grundstücksverkauf als vielmehr die Art und Weise, in der OB Erwin dabei vorgegangen sei, habe das Thema Golzheimer Friedhof hochkochen lassen. Entsprechend unversöhnlich stehen sich bei den Lesern Befürworter Erwinscher Politik und Kritiker seines politischen Stils gegenüber.
Auch wenn der Bürgerentscheid gescheitert ist – nach der Abstimmung ist vor der Abstimmung. Am 13. April dürfen die wahlberechtigten Düsseldorfer erneut über den Kö-Bogen abstimmen. Die Bürgerinitiative „Der Jan-Wellem-Platz gehört uns allen” fragt, ob die Grundstücke auf dem Jan-Wellem-Platz in städtischem Besitz bleiben sollen: Wer darauf mit Ja antwortet, stimmt gegen die geplanten Neubauten. Und dieses Thema wird auf wesentlich mehr Interesse stoßen, da sind sich die Leser sicher.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum




