Foto: RPO Lina Unterbörsch
Es geht in die nächste Runde: Prosieben will mit der neuen Staffel "Germany´s next Topmodel - by Heidi Klum" ein viertes Mal die Schönste der Schönen küren. Zu diesem Zweck hatten sich bereits 18.786 Mädchen schriftlich beworben. Beim ersten öffentlichen Casting in Düsseldorf kamen am Mittwoch noch einmal über tausend dazu.
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Ein heilloses Gedränge herrschte auf dem Düsseldorfer Messegelände. Bereits seit acht Uhr morgens drängelten sich die Kandidatinnen um die Anmeldetische.
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Mit soviel Andrang hatte der Veranstalter nicht gerechnet. Eigentlich sollte um elf Uhr Schluss sein mit den Anmeldungen.
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Um diese Uhrzeit baten jedoch bereits Mitarbeiter mit Megafonen alle Begleitpersonen nach draußen. Aus Sicherheitsgründen.
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Kein Wunder. In dem dichten Gedrängel um die Tische kippten sogar einige Kandidatinnen mit Kreislaufproblemen um.
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Zunächst einmal mussten die Mädchen Fragebögen zur ihrer Person ausfüllen. Neben den üblichen Angaben zu Alter und Größe waren auch einige Fragen darunter, die seitens Prosieben für künftige Fernsehaufzeichungen interessant werden könnten. Zum Beispiel: "Was bringt dich zum Weinen?" oder auch "Welche Schwierigkeiten könntest du mit anderen Mädchen haben?"
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Das störte Kiara aus Leverkusen aber gar nicht. Ihr Freund Tobias hatte zwar ursprünglich ein bisschen Überzeugungsarbeit leisten müssen, aber jetzt will die Schülerin es unbedingt wissen. "Erfahrung habe ich zwar noch nicht, aber es wäre schön toll, wenn das hier klappen würde. Ich glaube, ich habe das Talent dazu."
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Wer den Fragebogen ausgefüllt und zurückgegeben hatte, war aber noch lange nicht fertig.
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Jetzt bekam jede Kandidatin einen Aufkleber mit einer Nummer. Mit dieser ging es dann in die nächste Runde.
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Dann wurden die Mädchen in Zehnergruppen in einen separaten Raum gebeten. Für die Presse war der Zutritt hier aber verboten.
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Die 16-jährige Victoria aus Dortmund und die 17-jährige Celina aus Castrop-Rauxel haben hatten diesen Schritt aber bereits hinter sich und können ihren Mitbewerberinnen erzählen, was dort passiert. "Wir kamen in den Raum und dort saßen ein Mann und eine Frau. Die Frau sah fast aus wie Heidi! Und der Mann war wohl ein Fotograf", berichten die beiden. "Die haben ein bisschen böse geguckt, und dann mussten wir ein wenig hin und her laufen und sagen, wie wir heißen und woher wir kommen. Dann haben wir alle unterschiedliche Stempel bekommen." Der Sinn hinter den Stempeln blieb allen Kandidatinnen jedoch unbekannt.
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Auch die 17-jährige Jana aus Düsseldorf wusste nichts mit ihrem Stempel anzufangen. Sie weiß aber: "Uns wurde versprochen, dass wir auf jeden Fall vor Heidi laufen dürfen!" Supermodel Heidi Klum und die restliche Jury, bestehend aus Casting-Direktor Rolf Scheider und Model-Agent Peyman Amin, warteten jedoch in einem anderen Teil des Gebäudes auf die Kandidatinnen. Die Schülerin, die seit sechs Jahren schauspielert, war mit ihrer Mutter gekommen. Die beiden sind sich einig: "Das ist einfach mal eine tolle Chance, um sich auszuprobieren und um für sich selber zu wissen, wie weit man kommen würde."
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Ähnlich entspannt sieht das auch die 24-jährige Katharina Ruppender, die mit ihrer Mutter Ulrike Nixel zum Casting aus Karlsruhe gekommen war. Die gelernte Zahnarzthelferin und Krankenschwester fände es schön, als Model zu arbeiten, sagt aber: "Ich sehe das nicht so verbissen."
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Entspannung pur herrschte auch bei dieser Tochter und ihrem Vater. Die 20-jährige Jacqueline und ihr Vater Frank Rudloff sind quasi alte "Fernsehhasen." Sie waren schon zu sehen bei RTL-Sendungen wie "Endlich Urlaub", "3 Bewerber - 1 Chance" und verschiedenen anderen. Vater Frank will morgen sogar einen Vertrag für eine eigene RTL-Sendung unterschreiben. Und Jacqueline? "Ich mache eine Ausbildung als Restaurantfachfrau. Aber wenn es mit dem Modeln was wird, würd ich das sofort abbrechen", sagt sie selbstbewusst.
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Wer zwischendurch ein wenig Zeit hatte, ließ sich gern von den vielen Kamerateams auf dem Messegelände interviewen.
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Besonders begehrt bei den Pressevertretern waren natürlich die großen und schon sehr modelhaft aussehenden Mädchen, wie die 18-jährige Patricia aus Dortmund und die 20-jährige Sarah aus Iserlohn. Jeder hoffte dabei: sind das vielleicht die nächsten Topmodels?
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Wenn es nach den beiden ginge, dann natürlich schon. Patricia und Sarah haben bereits Laufstegerfahrung und haben auch schon bei einigen Fotoshootings mitgemacht.
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Das merkt man beim Posieren der Mädchen. Die 25-jährige Maria (links) war sogar schon auf Plakaten in Düsseldorf zu sehen.
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Andere waren da einfach froh, wenn sie sich bequem hinsetzen konnten. In den Koffern, die alle dabei haben mussten, befinden sich Kleidung wie enge Bikinis und High Heels.
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So richtig professionell zeigte sich Tessa Bergmeier beim Blick in den Spiegel. "Ich modele schon seit sechs Jahren", sagt sie. "Ich war schon in L.A., Mailand, New York und mach's hauptsächilch wegen der Bilder für meine Mappe. Die ist nämlich noch nicht so umfangreich."
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Angesprochen hatte sie Prosieben. "Die kennen mich schon und haben mich gefragt, ob ich hier nicht mitmachen möchte. Jetzt begleitet mich die ganze Zeit über ein Kamerateam."
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Bei manchen Mädchen hätte man meinen können, sie seien natürlich zum Casting gekommen. So wie Alicia Valero und Albana Süß aus Essen. Die beiden waren aber nur zur Begleitung einer Freundin in Düsseldorf. "Ich studiere Jura - und da wäre eine Teilnahme wohl nicht besonders angebracht", sagt Alicia Valero (links).
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Mit dem Posieren klappte es aber trotzdem.
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Gegen Mittag waren erschöpfte Begleitpersonen in der Halle zu sehen.
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An der Schaltern wollte das Gedrängel jedoch nicht aufhören.
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Ob Heidi wohl für all die Mädchen Überstunden einlegen musste?
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Die befand sich mit ihrer Jury irgendwo hinter diesen Schranken.
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Kamerateams auch hier überall.
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Wer es hier hinein geschafft hat, der hat den ersten Schritt auf dem Weg zum Topmodel schon hinter sich.
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Die erste "Challenge" der Sendung war aber sicher eines: Warten, warten, warten. Wer am Ende wirklich gewinnt, ist im nächsten Jahr auf Prosieben zu sehen.