Filmprominenz im Savoytheater: Glanzvolle Preise für NRW-Kinos
VON REGINE MÜLLER - zuletzt aktualisiert: 22.11.2007 - 08:46Düsseldorf (RPO). Großer Rummel auf der Graf-Adolf-Strasse: Eine gute Woche vor dem nahenden Glamour-Großereignis der Bambi-Verleihung in Düsseldorf tummelte sich gestern schon jede Menge echte Filmprominenz im Savoytheater.
Mit den Stars Heino Ferch, Anna Thalbach, Jasmin Tabatabai, Meret Becker, Wolf Zacher, Jürgen Vogel und Günter Lamprecht kam auf dem roten Teppich ein Hauch von Berlinale auf, und auch das Regiefach war mit Oskar Roehler, Marco Kreuzpaintner und Vanessa Jopp vertreten.
Anlass des illustren Auflaufs waren die Jahresfilmprogramm-Prämien der Filmstiftung NRW, die in diesem Jahr an 55 Kinos in NRW gehen, die mit besonders ambitionierten Programmen aus der Masse der Blockbuster-Abspielstätten herausragen. Bereits seit 1991 zeichnet die Filmstiftung NRW Kinobetreiber aus, die herausragende deutsche und europäische Produktionen, Dokumentarfilme und anspruchsvolle Reihen zeigen und sich auch um Programme für Kinder und Jugendliche verdient machen. Die Preise sind als Ermutigung für Betreiber gedacht, in Ihren Bemühungen um Qualität und Anspruch nicht nachzulassen. 397000 Euro konnten ausgeschüttet werden. Die Prämien von 2000 bis maximal 12000 pro Kino verteilen sich auf ganz NRW und betreffen jene Lichtspielhäuser, die nicht an großen Ketten hängen und das Wort „Programm“ in der Gattungsbezeichnung tragen. So waren die Düsseldorfer Kinos „Bambi“, „Blackbox“, „Cinema“, „Lichtburg“, „Metropol“ und „Souterrain“ ebenso prämienwürdig wie das Duisburger „Filmforum“, das „Kino im Kuba“ in Jülich, das „Hitch“ in Neuss und das Ratinger „Kino“.
Einen Preis für besondere Verdienste um den deutschen Film gab es auch noch, und zwar den mit 20000 Euro dotierten Herbert-Strate-Preis, den der große Schauspieler Günter Lamprecht persönlich entgegen nahm. Den 77-jährigen Lamprecht, der etwa in Fassbinders „Berlin Alexanderplatz“ und „Die Ehe der Maria Braun“ glänzte, aber auch als Berliner „Tatort“-Kommissar populär wurde, würdigte der Präsident der deutschen Filmakademie, Günter Rohrbach, mit persönlichen Worten, auf die Lamprecht mit der ihm eigenen Authenzität antwortete und betonte, er habe immer Wert darauf gelegt, seine Wut über die ungerechten Weltverhältnisse auszudrücken.
Doch was wäre ein Kino-Abend ohne Kino? So gab es Ausschnitte zu sehen aus „Meine schöne Bescherung“ von Vanessa Jopp, „Lulu und Jimi“ von Oskar Roehler, „Krabat“ von Marco Kreuzpaintner und aus Helma Sanders-Brahms‘ „Clara“-Film, der im Sommer an Originalschauplätzen in Düsseldorf gedreht wurde.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum





