Cheerleader-Casting: Gold-Fire castet talentierten Nachwuchs
VON INA LAUER - zuletzt aktualisiert: 09.08.2009 - 15:23Anfeuern, animieren und tanzen - das alles muss ein Cheerleader können. Das Cheerleader-Team „Gold Fire“ suchte Nachwuchs und lud zum offenen Casting ins Fitness-Studio Health City ein. Hier wurde an zwei Tagen getanzt, trainiert und bewertet.
Ein knapper Bustier, kurzer Rock, knöchellange schwarze Stiefel und glitzernde Pompons in beiden Händen. Fertig ist das Cheerleader-Dress. Das ein reines Outfit nicht gleich zum Cheerleader macht, erfuhren etwa 30 Mädchen und junge Frauen im Alter von 12 bis 28 Jahren an zwei Tagen Casting im Fitness-Studio Health City in Oberkassel.
Eine Jury aus fünf Mitgliedern bewertete den Auftritt der Mädchen. Dazu gehörten Henry Sprenger (Teammanager der Fire Agency), Patrick Ladermann (Fitness-Trainer bei Health City), Paula Sousa (Sambatänzerin) sowie „Gold-Fire“ Choreographin Debora und wechselnd zwei Trainerinnen für Junioren und Senioren. Von Samstag auf Sonntag dezimierte sich die Anzahl der Teilnehmerinnen von 28 auf 22. „Die Mädels, die sich hier beworben haben, sind alle schon sehr gut“, erklärte Teammanager Sprenger. „Die meisten haben alle schon mal irgendwo getanzt.“
Sambaeinflüsse durch Paula Sousa
Dazu gehört auch die 24-jährige Lyn Samson. Sie ist die einzige, die am Sonntag zum Casting dazu gestoßen ist. Die übrigen Teilnehmerinnen haben bereits einen Tag Training hinter sich. So muss Lyn im Eiltempo die Schritte nachlernen. Die anderen Mädchen beherrschen die von Trainerin Debora einstudierte Choreographie schon fast schrittsicher. Für Lyn ist das jedoch keine große Hürde. „Ich habe jahrelang Jazz-Dance, Modern und Videoclip getanzt. Außerdem habe ich vier Jahre lang selbst unterrichtet. Von den drei Choreographien, die die anderen einstudiert haben, fiel mir nur die letzte, mit den schnellen Schrittfolgen, etwas schwerer.“ Beim Training merkt man der 24-Jährigen überhaupt nicht an, dass sie im Nachteil ist. Cheerleading ist für sie zwar etwas Neues, aber „Ich bin frisch nach Düsseldorf gezogen und will wieder tanzen und etwas anderes ausprobieren.“
Etwas Neues und Frisches ausprobieren möchte auch Teammanager Henry Sprenger, indem er Paula Sousa zum Casting eingeladen hat. Die 22-jährige Samba-Tänzerin hatte schon unzählige Auftritte in ihrer Heimat. In Deutschland wurde sie durch die RTL-Show "das Supertalent" bekannt und tanzte sich dort sogar bis ins Halbfinale. Für die Rhine Agency ist die aus Brasilien stammende Tänzerin zwar kein vollkommen neues Gesicht, aber bisher hat Paula eher Einzelauftritte oder hat in brasilianischen Gruppen getanzt. Neu entstand die Idee, den nordamerikanischen Tanzstil der Cheerleader mit lateinamerikanischen Einflüssen zu verknüpfen. Entstehen soll daraus eine eigene Show.
Wie das aussehen soll, zeigte die feurige Brasilianerin dem Cheerleader-Nachwuchs gemeinsam mit dem jetzigen Team der „Gold Fire“. Schnell feurig und mitreißend ist der Tanz, der zehn Minuten vorher entstanden ist. Die Improvisation begeistert die zukünftigen Cheerleader. Abzuwarten ist, was aus der Idee mit einem gewissen Training noch entstehen kann.
Cheerleading auf Bewährung
Abwarten und sich bewähren müssen auch die Casting-Teilnehmerinnen. „Wir casten ungefähr 15 Teilnehmerinnen, sodass wir mit unserem jetztigen Bestand von 15 Mädels auf 30 Cheerleader kommen. Aber auch wenn die Bewerberinnen heute weiterkommen, müssen sie sich in den kommenden Wochen erst einmal im Team bewähren", so Sprenger.
Doch alle, die das Casting am 8. und 9. August verpasst haben, erhalten noch eine weitere Chance. Ein weiteres Casting von „Gold Fire“ findet voraussichtlich am letzten Augustwochenende statt.
Zur Fotstrecke von "Gold-Fire"-casting gelangen Sie direkt hier.
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