TonArt: Gotthilf Fischer singt am Airport
VON JAN WIEFELS - zuletzt aktualisiert: 12.10.2009 - 07:49Düsseldorf (RPO). Eigentlich hat Gotthilf Fischer in seiner 60-jährigen Karriere schon überall in der Republik gesungen. Doch ein Auftritt im Flughafen war selbst für den bekanntesten Chorleiter Deutschlands etwas vollkommen Neues.
Im Terminal des Düsseldorfer Airports sang der 81-Jährige am Samstagnachmittag deutsche Volkslieder und animierte dabei gleich so viele Zuschauer zum Mitsingen, dass auch manch ein internationaler Fluggast amüsiert die Melodie von "Hoch auf dem gelben Wagen" mitpfiff.
Seinen ungewöhnlichen Auftrittsort teilte sich Fischer am Wochenende bei "TonArt – Festival der Stimmen" mit rund 1000 Sängern. Auf sieben über das Terminal verteilten Bühnen gab es für Besucher ein umfangreiches Programm mit der US-Sängerin Helen Schneider, nationalen Berühmtheiten wie der zum "Supertalent" gekürten Vanessa Krasniqi und zahlreichen Chören aus ganz NRW.
Helen Schneider zog alle Register
Während die Zehntklässlerin Krasniqi mit ihrer beeindruckenden Stimme zu Musik vom Band sang und vor einem angekündigten Duett mit Gotthilf Fischer schnell von der Bühne verschwand, zog Helen Schneider später alle Register. Die Sängerin mit der schwarzen Pagenfrisur sang in Begleitung ihrer dreiköpfigen Jazz-Band Lieder wie "Only You" und Stings "Mad About You" und ließ so erstmals internationales Flair aufkommen.
20 000 bis 25 000 Besucher kamen nach Angaben des Flughafens Düsseldorf am Wochenende zum ersten TonArt-Festival. Dass dieses an den verkehrsreichsten Tagen des Herbstes stattfand, ist kein Zufall. "Wir wollen möglichst vielen Menschen zeigen, dass der Flughafen nicht nur ein Ort ist, an dem man in den Urlaub fliegen kann", so Patrick Croonen, Leiter für Eventveranstaltungen des Airports. Zum Auftakt der Herbstferien registrierte die Flughafen von Freitag bis gestern 190 000 Passagiere und 1700 Flugbewegungen. Für die gesamten Ferien wird mit rund einer Million Fluggästen gerechnet
Veranstaltungen wie TonArt sollen dazu beitragen, dass der Flughafen mit den Airport Arkaden, den Cafés, Restaurants und dem Reisezentrum verstärkt als Ausflugsziel wahrgenommen wird. "Es weiß noch nicht jeder, dass die Geschäfte hier 365 Tage im Jahr geöffnet sind", sagte Croonen. Steigende Umsätze im so genannten Non-Aviation-Geschäft können auch dabei helfen, ein Minus im Passagieraufkommen leichter abzufedern. Im Vergleich zu den Herbstferien 2008 kalkuliert der Flughafen mit ein Prozent weniger Fluggästen.
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