Foto: rpo, Daniel Gehrmann
Graffiti entstehen häufig ohne Einverständnis des Eigentümers der Wand, auf die sie gesprüht werden. Daher lösen sie meist heftige Diskussionen aus: Kunst oder Verschandelung, Geschenk oder Sachbeschädigung? Diese Frage erregt auch bei den neuen Graffiti an der Bahnunterführung Ellerstraße die Gemüter.
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Die Graffiti stammen von der Gruppe "Freiräume für Bewegung", einer Vereinigung von Künstlern.
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Sie wollen der Stadt Düsseldorf ihre Graffiti "schenken". Kleiner Schönheitsfehler: Die Wand der Unterführung gehört gar nicht der Stadt, sondern der Bahn.
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Nicht jeder findet die Bilder schön oder lustig. So bescherte das "Geschenk" den Künstlern und der Stadt eine Debatte über die Strafbarkeit solcher unerlaubter Sprüh-Aktionen.
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Die Unterführung an der Ellerstraße ist ohnehin ein Ort von plakativer Debatten auf Wänden: Werbung und Anti-Werbung für das B8 Center.
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Für gewöhnlich haben die Gegner von Graffiti zwei gute Argumente auf ihrer Seite: Zum einen entstehen viele Graffitis gegen den Willen der Besitzer besprühter Wände und stellen eine Sachbeschädigung dar. Zum anderen empfinden viele Menschen sie nicht als Schmuck, sondern als Verschandelung. In diesem Fall birgt das ästhetische Argument allerdings eine Bananenschale...
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...denn die Unterführung ist für sich genommen schon relativ scheußlich, so dass es hier kaum noch etwas zu verschandeln gibt.
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Darüber dürften sich ausnahmsweise einmal alle einig sein: Graffiti-Befürworter und -Gegner. Nasse Wände...
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...eine verschmutzte und heruntergekommene Umgebung...
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...all das macht die Unterführung abstoßend.
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Fragt sich, was hier die "Affenschande" ist: die Graffiti, der Zustand der Unterführung oder beides.