Nach Protesten der Anwohner: Großbaustelle soll schöner werden
VON HANS ONKELBACH - zuletzt aktualisiert: 21.11.2009 - 10:43Düsseldorf (RPO). Nach den Protesten der anliegenden Kaufleute wird die Schadowstraße schon in wenigen Tagen freundlicher aussehen. Andrea Blome vom Amt für Verkehrsmanagement traf sich gestern mit den Betroffenen und versprach schnelle Hilfe.
Nach den Protesten von Schadowstraßen-Händlern hat die Stadt umgehend reagiert: Die neue Baustelle – ab der Ecke Berliner Allee Richtung Wehrhahn – soll, so weit es geht, optisch verbessert, Stolperfallen sollen entschärft werden. Das versprach gestern die Leiterin des Amtes für Verkehrsmanagement, Andrea Blome, den betroffenen Händlern. Blome hatte sich mittags mit den Kaufleuten getroffen und sich die Situation bei einem Rundgang angeschaut.
Mehrere Kaufleute hatten vor wenigen Tagen in einem offenen Brief an Bürgermeister Friedrich Conzen die Lage geschildert. Allerdings sprachen sie Conzen vor allem als Chef des Einzelhandelsverbandes an. Seit der Verlegung der Baustelle auf die Süd-Seite der Straße sind eine ganze Reihe von Geschäften vom Kundenstrom praktisch abgeschnitten, da der gesamte Bürgersteig verschwinden musste. In langen Baugräben werden dort wegen des U-Bahnbaus Leitungen umgelegt. Zu den Läden sind zwar Brücken aus Holz errichtet worden, doch die gesamte Anmutung dieses Bereichs sei extrem abschreckend, was man an den sinkenden Kundenzahlen und rückläufigen Umsätzen sehe, klagen die Händler.
Die Stadt hat nun zugesagt, gefährliche Stellen für Menschen mit Gehbehinderung oder auf Rollatoren angewiesene Frauen oder Männer zu beseitigen. Zudem will man die Brücken zu den Geschäften mit grünen Girlanden verschönern, es wird sowohl von der Seite Berliner Allee wie auch von der gegenüberliegenden Seite Hinweise auf die Geschäfte geben, zugesagt wurde auch, die Baustelle zu säubern. Denn Fußgänger müssen dort über die frühere Fahrbahn gehen, wo sich häufig Baumaschinen und Lkw bewegen. Weiter will die Stadt Christbäume spendieren, die die Händler selber schmücken können. Teilweise werden die provisorischen Flächen schnellstmöglich asphaltiert. Das soll über Nacht geschehen, kündigte die Stadt an.
Die Baustelle in diesem Umfang wird nicht noch einmal umziehen, aber noch etwa sechs Monate so bleiben. Hintergrund: In diesem Bereich der Kreuzung Berliner Allee/Schadowstraße wird nach Beendigung der Wehrhahnlinie ein unterirdischer Bahnhof entstehen. Für dieses Bauwerk müssen dort entlang laufende Versorgungsleitungen umgelegt werden. Die weiteren Arbeiten unter der Schadowstraße Richtung Wehrhahn werden im Schildvortrieb umgesetzt und oben kaum bemerkbar sein.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum




