Streit um Luftreinhalteplan: Grüne: Umweltzone für ganze Stadt
zuletzt aktualisiert: 14.08.2008Düsseldorf (RPO). Die Grünen fordern, Düsseldorf komplett zur Umweltzone zu machen. „Die Umweltzone, die der Luftreinhalteplan vorsieht, ist zu kurz gefasst, wenn sie nur das Kerngebiet der Stadt vorsieht“, so Fraktionssprecherin Iris Bellstedt und Fraktionsvorstand Norbert Czerwinski gestern.
Hintergrund der Forderung ist die öffentliche Auslegung des Entwurfs für den Luftreinhalteplan Düsseldorfs ab morgen. Er soll am 1. November in Kraft treten und mit ihm die Umweltzone in der City – aber eben nur dort.
Grundsätzlich begrüßen die Grünen das Handeln der Bezirksregierung, es geht ihnen jedoch nicht weit genug. Mit Blick auf die Grenzwerte, die bis 2010 immer weiter sinken, und vor allem mit Blick auf Luft- und Lebensqualität reiche eine Umweltzone, die sich nur innerhalb des Lastringes ausdehne, nicht aber auf den Ring selbst, den Südring oder den Kennedydamm, nicht aus.
Weiter fordern die Grünen, den städtischen Verkehrsentwicklungsplan auszusetzen und durch einen Plan zu ersetzen, der für bessere Luftqualität sorgt. Darüber hinaus sollen Straßenrück- und -neubau untrennbar miteinander hergehen, damit Ortsumgehung und -durchgehung so aufeinander abgestimmt werden, dass der Verkehr nicht weiter zunimmt.
„Und das Netz der Erdgastankstellen muss ausgebaut werden“, so Iris Bellstedt. „Vier Tankstellen reichen nicht: Erdgas ist nicht nur der billigste, sondern auch der schadstoffärmste Treibstoff. Die Stadt sollte den Ausbau auch über die Stadtwerke unterstützen.“
Zudem soll nach Vorstellung der Grünen der Nahverkehr besser mit den Nachbarkreisen abgestimmt werden. „Projekte für bessere Verbindungen zu den Nachbarstädten werden immer wieder auf den Sankt-Nimmerleinstag verschoben, statt sie schnell zu realisieren“, so Norbert Czerwinski.
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