Erschließung des Hafens dringend nötig: Grünes Licht für Hafenbahn
VON DENISA RICHTERS - zuletzt aktualisiert: 25.10.2007 - 08:18Düsseldorf (RPO). Der Verkehrsausschuss hat beschlossen, dass über die Gladbacher Straße eine Straßenbahn in den Hafen fahren soll. Die historische Bahn ist vom Tisch, auch die Neuauflage einer Bahn auf der Hammer Straße ist kein Thema.
Kurz bevor der Verkehrsausschuss gestern zusammenkam, wurde seinem Vorsitzenden Rolf-Jürgen Bräer (SPD) noch eine Liste mit Unterschriften gegen eine historische Hafenbahn auf der Kaistraße überreicht. Dabei hatte sich das Thema längst erledigt. Das Prestige-Projekt der FDP, das letzten Angaben zufolge rund 14 Millionen Euro gekostet hätte, war in den vergangenen Wochen relativ lautlos begraben worden, nachdem OB Erwin und die CDU das Projekt als unrentabel verworfen hatten.
Hatten die Liberalen, wohl wegen des gebrochenen Versprechens des Bündnispartners, im vergangenen Verkehrsausschuss noch die Gefolgschaft für die geplante Hafenerschließung mit einer Straßenbahn über die Gladbacher Straße verweigert, konnte sich Verkehrsdezernent Werner Leonhardt gestern sogar über einen einstimmigen Beschluss freuen: Die 6,483 Millionen Euro für die Erschließung können fließen. Leonhardt rechnet spätestens Anfang 2008 mit einem Planfeststellungsbeschluss von der Bezirksregierung. Die Linie 704 soll Mitte 2009 bis zur Kesselstraße fahren. Dort und kurz vor der Einmündung zur Speditionstraße sind zwei neue Haltestellen vorgesehen. An der Kesselstraße soll eine Wendeschleife für die Bahn entstehen.
Alle Parteien waren sich einig, dass diese Erschließung dringend nötig ist, weil der Hafen wächst - sowohl von der Zahl der Beschäftigten als auch der Einwohner. Norbert Czerwinski (Grüne) erinnerte deshalb an die ursprünglichen Pläne, nach denen die Straßenbahn durch die Hammer Straße geführt werden sollte: „Wenn die historische Hafenbahn der FDP einen Verkehrswert hatte, müsste man jetzt als Ergänzung zu den ursprünglichen Plänen entlang der Hammer Straße zurückkehren.“ Auch Martin Volkenrath (SPD) bezeichnete die jetzige Variante als die „zweitbeste Lösung“. Leonhardt betonte jedoch, dass eine zusätzliche Linie über die Hammer Straße das Projekt um zwei Jahre verzögern würde. Ein Argument, das offenbar zog.
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